Volkswagen: Staatsanwaltschaft durchsuchte Managerbüros

von Nino Milizia


Bernd Osterlohs Büroräume waren Ziel der staatsanwaltlichen Ermittlungen. Foto: Volkswagen
Bernd Osterlohs Büroräume waren Ziel der staatsanwaltlichen Ermittlungen. Foto: Volkswagen | Foto: Volkswagen

Wolfsburg. Wie der VW-Betriebsrat gegenüber regionalHeute.de eine entsprechende dpa-Meldung bestätigte, nach der die Staatsanwaltschaft am gestrigen Dienstag Büros der Führungsspitze von Volkswagen wegen Untreueverdachts durchsuchte, wurde auch das Büro von Betriebsratschef Bernd Osterloh Ziel der Ermittlungen.


Bereits im Mai dieses Jahres hatte es Ermittlungen gegen vier aktive oder ehemalige hochrangige Manager bei Volkswagen gegeben. Es bestand der Verdacht, dass Personalvorstand Karlheinz Blessing, dessen Vorgänger Horst Neumann, der Personalchef der Marke Volkswagen Martin Rosik sowie dessen Vorgänger Jochen Schumm dafür verantwortlich gewesen seien, dass VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh ein zu hohes Gehalt erhalten habe (wir berichteten). Gestern kam es zusätzlich zu Durchsuchungen in den Räumen von Personalvorstand Karlheinz Blessing und Finanzvorstand Frank Witter sowie Betriebsratschef Bernd Osterloh.

Auf Nachfrage unserer Online-Zeitung äußerte sich nun ein Sprecher des Konzernbetriebsrat zu der durchgeführten Aktion: „Die Staatsanwaltschaft hat gestern auch das Büro von Bernd Osterloh durchsucht. Das bringen solche Verfahren offenbar so mit sich. Gleichwohl ist der Sachstand unverändert: Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft richten sich nach wie vor nicht gegen Bernd Osterloh. Wir gehen ebenso wie Volkswagen unverändert davon aus, dass das vom Unternehmen festgelegte Gehalt von Bernd Osterloh im Einklang mit den rechtlichen Vorgaben steht. Dies wird durch ein externes Gutachten eines renommierten Arbeitsrechtsexperten bestätigt“, betonte ein Sprecher des VW-Konzernbetriebsrats.


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