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Vorbereitet auf die zweite Welle - Zuversicht beim Klinikum Wolfenbüttel



Wolfenbüttel

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Vorbereitet auf die zweite Welle - Zuversicht beim Klinikum Wolfenbüttel

Derzeit befinden sich zwei Personen mit mildem Verlauf in Behandlung. Die Kapazitäten der Beatmung und der Intensivstation würden jedoch auch noch ausreichen, wenn die Zahl neuer Patienten den Höchstwert des Frühjahrs übersteigt.

von Marvin König und Ann-Kathrin Weusthoff


Das Klinikum verfügt nun - anders als im Frühjahr - über Erfahrungen mit dem Coronavirus. Video: Ann-Kathrin Weusthoff Foto: Anke Donner / Video: Ann-Kathrin Weusthoff

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Wolfenbüttel. Das Klinikum Wolfenbüttel sieht sich auf eine zweite Corona-Welle deutlich besser vorbereitet als noch im Frühjahr. Das ist das Fazit eines Interviews unserer Online-Zeitung mit Prof. Dr. med. Dirk Hausmann, Chefarzt und ärztlicher Direktor des Klinikums Wolfenbüttel. Derzeit werden zwei COVID-19 Patienten mit einem milden Verlauf im Klinikum behandelt. Man sei aber bestens darauf vorbereitet, wenn es wieder mehr werden. Selbst wenn die Zahl der Intensivpflichtigen Patienten das Niveau des Frühjahres übersteigen sollte.



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"Durch die Erfahrungen der ersten Welle sind wir nun sehr viel besser vorbereitet auf ein neues Krankheitsgeschehen, den erneuten Ausbruch den wir im Moment ja auch haben", berichtet Hausmann und erinnert sich: "Wir hatten in der ersten Welle maximal fünf Patienten, die gleichzeitig einer künstlichen Beatmung unterzogen werden mussten auf der Intensivstation, diese Kapazitäten können aber noch deutlich erhöht werden, also wir sind sowohl in der Intensivstation gut gerüstet, als auch auf der Normalstation." Man sehe sich gut auf die zweite Welle vorbereitet. Hausmann hebt hervor, dass jetzt auch die Testkapazitäten und Möglichkeiten deutlich besser seien als im Frühjahr.

Das Virus erkennen und behandeln



Anders als im Frühjahr kenne man das Virus nun. Das habe sich laut Hausmann geändert: "Wir wussten nicht, wie (die Krankheit) sich wirklich äußert, wir wussten damals auch noch nicht, wie man sie ganz genau feststellt, und insbesondere wussten wir auch noch nichts über die Therapiemöglichkeiten. Wir haben zwischenzeitlich viele Erfahrungen gewonnen, sei es durch wissenschaftliche Publikationen anderer Krankenhäuser, aber auch eigene Erfahrung konnten wir natürlich gewinnen, sodass wir sehr viel sicherer sind in der Erkennung, aber auch in der Behandlung dieser Patienten."

Wie im Frühjahr gelte weiterhin, das stellt Hausmann unmissverständlich klar, dass Patienten mit corona-typischen Symptomen nicht einfach ins Krankenhaus kommen sollten. Zunächst sollte der telefonische Kontakt mit dem Hausarzt oder dem hausärztlichen Notdienst unter der bekannten Rufnummer 116 117 gesucht werden. So kann gegebenenfalls ein Corona-Test organisiert werden, ohne dass das Virus möglicherweise ins Krankenhaus eingeschleppt wird.

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