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Vorsicht bei der Heckenpflege: Schonzeit von Vögeln beachten



Vorsicht bei der Heckenpflege: Schonzeit von Vögeln beachten

Bei der Gartenarbeit sollte Rücksicht auf brütende Vögel genommen werden.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Pixabay

Region. Der 1. März ist ein ganz besonderes Datum für den Pflege- und Rückschnitt von Bäumen und Sträuchern. Denn laut Bundesnaturschutzgesetz beginnt nun die Nist- und Brutzeit für Vögel. In der Zeit vom 1. März bis 30. September sind Fällungen und Schnittmaßnahmen im öffentlichen Raum daher nicht erlaubt, um die Gefiederten nicht beim Nestbau oder bei ihrem Brutgeschäft zu stören. Dies teilt der NABU in einer Pressemitteilung mit.



Von der Schonzeit seien alle Bäume, Sträucher, Hecken und weitere Gehölze unabhängig vom Standort betroffen. Doch Ausnahmen würden insbesondere schonende Form- und Pflegeschnitte bilden, bei denen lediglich der jährliche Zuwachs entfernt werde. Beim Heckenschnitt sollte die Natur dennoch nicht unnötig geschädigt werden. Der NABU Niedersachsen appelliert daher an die Gartenbesitzer, Pflegeschnitte möglichst nicht in der Hauptbrutzeit der Vögel von März bis Juni durchzuführen. „Hecken sind wertvolle Lebensräume und bieten in diesem Zeitraum einen optimalen Unterschlupf für Vögel, Säugetiere und Amphibien. Die Tiere ziehen dort ihren Nachwuchs groß, finden darin eine gute Versteckmöglichkeit und ziehen sich im frischen Grün auch mal zum Schlafen zurück“, berichtet Matthias Freter vom NABU Niedersachsen.

Zudem mache der NABU-Mitarbeiter darauf aufmerksam, dass „in aufgeschichteten Reisighaufen aus abgesägtem Holz und Ästen der vergangenen Monate bereits erste Vögel mit dem Nestbau begonnen oder Igel sowie andere Säugetiere einen Unterschlupf gesucht haben können“. Der NABU Niedersachsen fordert daher, solche Holz- beziehungsweise Reisighaufen jetzt nicht mehr zu entfernen, sondern als Biotopstrukturen im Bestand zu belassen. Dies könne auch gleich zum Anlass genommen werden, im Garten eine kleine wilde Ecke zu belassen, die weitere Tiere anlockt: „Völlig unbewirtschaftete und unbehandelte Naturecken mit speziellen Lebensraumangeboten wie Reisighaufen, aber auch Laub- und Steinhaufen, Trockenmauern, Schmetterlingswiesen, offenen Lehmstellen und wassergebundenen Wegen, bieten vielen Tierarten Nahrung und Unterschlupf“, so Matthias Freter. Komplettiert werde das Ensemble mit Nistkästen und Nisthilfen für Vögel, Fledermäuse, Hummeln und Ohrwürmer. „Viele Vogelarten beginnen jetzt und in nächster Zeit mit dem Bau ihrer Nester.“ Freter empfiehlt, jetzt noch Nistkästen zu bauen und diese bis Mitte des Monats anzubringen.


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