Wolfsburg

VW will Gehälter im Vorstand begrenzen

von Christoph Böttcher


Neben dem Abgas-Skandal muss sich Volkswagen auch mit den eigenen Manager-Gehältern auseinandersetzen. Foto: Volkswagen Pressefoto
Neben dem Abgas-Skandal muss sich Volkswagen auch mit den eigenen Manager-Gehältern auseinandersetzen. Foto: Volkswagen Pressefoto Foto: Volkswagen Pressefoto

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07.02.2017

Wolfsburg. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, wird sich der Aufsichtsrat in rund zwei Wochen mit diesem Thema beschäftigen. Im Gespräch ist eine Begrenzung auf maximal zehn Millionen Euro für den Vorstandsvorsitzenden jährlich.


Zehn Millionen Euro Jahresgehalt klingt immer noch nach sehr viel Geld, allerdings erhieltMartin Winterkorn 2014 inklusive Bonusvergütungen fast 15,9 Millionen Euro. Der Druck auf VW wird seit einiger Zeit konstant größer. Nicht nur Gewerkschaften und das Land Niedersachsen üben starke Kritik an den Manager-Gehältern, auch die Öffentlichkeit wird in dieser Sache lauter. Zuletzt war es die Abfindung an Christina Hohmann-Dennhardt, die für Aufruhr sorgte. Nach nur knapp einem Jahr als Vorsitzende soll sie rund zwölfMillionen Euro erhalten. Aber bereits seit Aufflammen des Abgas-Skandalssieht sich VW steter Kritik ausgesetzt.

Eine mögliche Neuregelung setzt vor allem bei den Bonuszahlungen an, die zuderart hohen Geldbeträgen führen. Sie sollen dem Willen des Aufsichtsrates nach deutlich begrenzt werden. Stattdessen soll das Festgehalt höher ausfallen. Wie das konkret umgesetzt wird ist noch offen. Selbst bei einer Einigung im Aufsichtsrat, müsste der Vorstand dem Beschluss noch zustimmen, damit auch bestehende Gehälter angepasst werden. Ansonsten beträfe die Deckelung lediglich zukünftige Vorstandsmitglieder.


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