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Warmer Platz in eisigen Nächten: Obdachlose ziehen in Hotel ein



Braunschweig

Warmer Platz in eisigen Nächten: Obdachlose ziehen in Hotel ein

Durch eine Gutscheinaktion wurde es möglich, dass Obdachlose nun die kalten Nächte im Hotel verbringen können.

Lauritz Hübner und Silke Ney vom Pentahotel Braunschweig mit Thomas Spork von Weihnachten für alle.
Lauritz Hübner und Silke Ney vom Pentahotel Braunschweig mit Thomas Spork von Weihnachten für alle. Foto: Weihnachten für alle e.V.

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Braunschweig. Seit dieser Woche können obdachlose Menschen im Pentahotel Braunschweig übernachten, dies berichtet der Verein "Weihnachten für alle". Möglich wurde die Unterbringung durch eine Gutscheinaktion im vergangenen Jahr.



Wie der Verein weiter berichtet, haben das Braunschweiger Hotel und der Verein Weihnachten für alle e.V. während der aktuellen Kältewelle vereinbart, dass akut obdachlose Menschen die Nächte nicht mehr im Freien verbringen müssen. Und so wurde am gestrigen Mittwoch der Gast im Hotel untergebracht.

Nicht nur die Nächte sind derzeit eiskalt, auch tagsüber schaffen es die Temperaturen nicht aus der Minusmarke heraus. Bei den derzeitigen Minusgraden mit heftigem Schneefall sind einige Menschen in Braunschweig ohne Unterkunft und laufen damit Gefahr, diese Situation nicht zu überleben. Darum haben Silke Ney, General Managerin des Hotels und Thomas Spork, Vorsitzender des Vereins "Weihnachten für alle" eine Lösung geschaffen, bei der bedrohte Klienten des Tagestreff Iglu im Hotel übernachten können.


Wie Thomas Spork auf Nachfrage mitteilt, gibt es zunächst ein Kontingent von 35 Übernachtungen. "Auf wie viele Menschen, beziehungsweise Zimmer, sich das dann verteilt, entscheiden die Mitarbeiter des Tagestreff Iglu. Zurzeit ist eine Person im Penta untergebracht und könnte demnach 35 Nächte dort bleiben. Ob und wann weitere Personen dort untergebracht werden, richtet sich nach dem Bedarf der im Iglu entsteht; also wie viele Menschen sich im Iglu melden und gefährdet sind. Dazu sind wir mit dem Iglu und dem Penta im regelmässigen Austausch und würden gegebenenfalls das Kontingent erhöhen", so Spork.

Michael Bahn von der Diakonischen Gesellschaft Wohnen und Beraten mbH habe sich begeistert und erfreut von dem Angebot gezeigt und sei froh, dass die lebensbedrohliche Situation durch das Angebot des Pentahotel gemildert werden kann. Möglich wurde diese Lösung auch durch 69 Stadtgutscheine, die dem Verein von den Mitarbeiter von BS Energy zum Jahresende gespendet wurden. Diese Gutscheine werden nun dazu verwendet, um Leben zu retten.


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