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Warn-System für Braunschweig: Katastrophen-App kommt

von Robert Braumann


Katastrophen-App NINA. Foto: Archiv
Katastrophen-App NINA. Foto: Archiv Foto: Sina Rühland

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04.11.2016

Braunschweig. Schnell informiert sein, wenn Hochwasser droht oder ein Brand ausgebrochen ist: was oftmals nur Sirenen verkünden, können heute schon "Katastrophen-Apps" übernehmen. Die Stadt Braunschweig ist künftig bei der Warn-App "NINA" dabei.



Damit beteiligt sich die Stadt künftig am Modularen Warnsystem des Bundes (MoWaS) und der Nutzung eines Bausteins dieses Systems, der Warn-App NINA. Einzelheiten erläuterten Stadtrat Claus Ruppert gemeinsam mit dem Leiter der Berufsfeuerwehr, Michael Hanne, und dem Leiter der Abteilung Gefahrenabwehr und Rettungsdienst, Torge Malchau, am heutigen Freitag. Der Rat hatte im September beschlossen verschiedene Systeme zu prüfen. Die App kann über den Playstore oder über Itunes heruntergeladen werden. "Es ist fast eine Glaubensfrage welche App man nutzt. Wir haben uns für NINA entschieden, da es über MoWaS gespeist wird. Wann es Warnungen gibt, entscheidet er Leiter der Berufsfeuerwehr", so Ruppert.



Man verbessere so auch die Kommunikationswege der Verwaltung. Die klassischen Kommunikationskanäle bespiele man natürlich weiter. "Man kann verschieden Warnstufen ansteuern, regional, bundesweit, unterschiedliche Stufen. Der Lagedienst füllt ein Formular aus, Faxt es an die Zentrale in Stade, dort werden die Daten dann an die App gegeben", so Malchau. Dieser Weg sei momentan noch nötig, da man keine direkte Satellitenanbindung in der Stadt habe. Dieser Weg werde aber sicher in Zukunft noch weiter ertüchtig, ergänzt Ruppert.

Eine App alleine reicht nicht


Die Stadt weist darauf hin, dass allein die Nutzung einer Warn-App zur Information Bevölkerung nicht ausreichend sei. Nur mittels eines Mix an Informations- und Alarmierungswegen sei eine weitreichende Warnung/Information der Bevölkerung zu erreichen. Diesbezüglich verfüge die Gefahrenabwehrleitung der Stadt Braunschweig über Erfahrungen aus mehreren Evakuierungsaktionen im Zusammenhang mit Kampfmittelfunden. Erstaunlich groß sei beispielsweise der Erreichungsgrad der Bevölkerung durch die Nutzung von Facebook.


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