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Warnstreik bei Ficosa: Für mehr Geld und weniger Arbeitszeit

von Werner Heise


Mit Transparenten, Trillerpfeifen und Streikwesten ausgerüstet legten Ficosa-Mitarbeiter am Dienstagmittag die Arbeit nieder. Fotos: Werner Heise Foto: Werner Heise

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08.11.2016

Wolfenbüttel. Beschäftigte des in Wolfenbüttel an der Schweigerstraße ansässigen Automobilzulieferers Ficosa legten am heutigen Dienstag die Arbeit für einen Warnstreik nieder. Gemeinsam mit der IG Metall fordern sie "eine faire Bezahlung und angemessene Arbeitszeitregelung".



Der Flächentarifvertrag, den man für die niedersächsische Metall- und Elektroindustrie ausgehandelt habe, biete nach Ansicht der IG Metall genau das. Doch diesen würde Ficosa ablehnen, ebenso wie einen Anerkennungstarifvertrag der anstelle des Haustarifvertrages trete. Ab dem 1. Januar 2017 würde man den Beschäftigten eine einprozentige Entgelterhöhung anbieten. "Lächerlich", sagt Garnet Alps von der IG Metall Braunschweig. Auch die 0,5 Stunden Arbeitszeitsenkung hält sie für einen schlechten Witz: "das ist zu wenig, wir wollen mehr!" rief sie den Warnstreikenden zu. Statt einer 39 Stundenwoche fordert man eine Senkung auf 35 Stunden. Und diese Forderung wolle man mit Entschlossenheit durchsetzen. "Wenn Ficosa will, dass diese Aktionen aufhören, dann sollen sie ein vernünftiges Angebot vorlegen", so Alps. Unterstützung bekamen die Mitarbeiter, die für zwei Stunden die Arbeit neiderlegten, von Kollegen aus anderen Betrieben wie MAN oder VW.

Geschäftsführung war nicht im Haus



Die Ficosa-Geschäftsführung hielt sich zum Zeitpunkt des Streiks nicht im Haus auf und war nach Auskunft einer Mitarbeiterin auf Kundenbesuch. Eine Stellungnahme des Unternehmens wurde für einen späteren Zeitpunkt angekündigt.


Garnet Alps von der IG Metall Braunschweig sprach zu den Streikenden bei Ficosa. Foto: Werner Heise


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