Braunschweig

Warnstreiks: Autokorso für 5 Prozent mehr Geld


Mit einem Autokorso durch Braunschweig machte die IG Metall auf ihre Forderungen aufmerksam. Foto: IG Metall
Mit einem Autokorso durch Braunschweig machte die IG Metall auf ihre Forderungen aufmerksam. Foto: IG Metall

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01.06.2017

Braunschweig. Beschäftigte aus Betrieben des Kfz-Handwerks legten heute die Arbeit nieder. Mit einem Autokorso durch Braunschweig machten sie auf ihre Forderungen in der laufenden Tarifrunde aufmerksam.



Fünf Prozent mehr Entgelt für die nächsten 12 Monate und eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütung wurden von der Tarifkommission für die rund 45.000 Beschäftigten in Niedersachsen, davon zirka 1.000 in Braunschweiger Betrieben, am 28. März beschlossen. „Der Branche geht es insgesamt sehr gut. Das Neuwagengeschäft ist um 4,9 Prozent und das Werkstättengeschäft um 5,6 Prozent gestiegen. Die Auslastung liegt konstant hoch bei 85 Prozent“, beschreibt Eva Stassek, erste Bevollmächtigte der IG
Metall Braunschweig, die wirtschaftliche Lage. „Und trotzdem gestehen die Arbeitgeber den Beschäftigten keinen angemessenen Anteil zu“, so Stassek weiter.

Auf dieses Verhalten könne es nur eine Antwort geben: Warnstreiks. Michael Cordes, zuständiger Fachsekretär der IG Metall Braunschweig, kritisiert außerdem die Tarifflucht vieler Arbeitgeber. Die betroffenen Beschäftigten müssten länger arbeiten und verdienten bei gleicher Arbeit im Durchschnitt 25 Prozent weniger. Cordes ergänzt: „Tarifflucht ist nicht nur gegenüber den Beschäftigten ungerecht. Arbeitgeber, die sich Tarifverträgen verweigern, verschaffen sich unfaire Vorteile zu Lasten tarifgebundener Arbeitgeber.“

Hintergrund:


Ende April verlief die erste Tarifverhandlung für die zirka 25.000 Beschäftigten des Kfz-Unternehmensverbandes Niedersachsen ergebnislos. Die Verhandlung wurde auf den 8. Juni vertagt. Am 31. Mai um 24 Uhr endete die Friedenspflicht.


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