Warnstreiks in Holz- und Kunststoffindustrie erhöhen Druck vor Tarifverhandlungen in Niedersachsen

Eine bundesweite Warnstreikwoche in der Holz- und Kunststoff verarbeitenden Industrie hat nach Angaben der IG Metall den Druck auf die Arbeitgeber erhöht.

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Chemie-Anlagen
Chemie-Anlagen | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

Hannover. Eine bundesweite Warnstreikwoche in der Holz- und Kunststoff verarbeitenden Industrie hat nach Angaben der IG Metall den Druck auf die Arbeitgeber erhöht. Der Gewerkschaft zufolge beteiligten sich in Niedersachsen und Bremen rund 2.500 Beschäftigte an Arbeitsniederlegungen, unter anderem in Osnabrück, Oldenburg, Leer, Papenburg und Bad Münder. Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Lohn bei einer einjährigen Laufzeit, eine deutliche Erhöhung der Ausbildungsvergütungen sowie eine mitgliederwirksame Komponente.


Verhandlungsführer Markus Wente teilte mit, die Arbeitgeber hätten in den bisherigen zwei Verhandlungsrunden noch kein Angebot vorgelegt. "Wer verhandelt, muss etwas auf den Tisch legen", sagte Wente. Die dritte Verhandlungsrunde findet am 22. Januar in Osnabrück statt.

Die Gewerkschaft erwartet dort ein erstes Angebot der Arbeitgeberseite. Bis dahin seien weitere Warnstreiks möglich.

In Niedersachsen arbeiten etwa 18.000 Menschen in der Branche, die unter anderem Möbel, Fenster und Automobilzulieferteile herstellt.