Wolfsburg/Gifhorn. Jagdbetrieb sorgt für Einschränkungen im Barnbruch in Wolfsburg und im Landkreis Gifhorn: Das Forstamt Wolfenbüttel der Niedersächsischen Landesforsten bejagt am Dienstag, 6. Januar, das Waldgebiet im westlichen Barnbruch und nördlich am Tankumsee. Währenddessen sind daher die Waldeingänge dort abgesperrt.
An der K114 und am Weyhäuser Weg werden am Jagdtag Schilder mit dem Schriftzug „Treibjagd“ aufgestellt. Sie weisen auf die Gefahr von über die Straße wechselnden Wildtieren und Jagdhunden sowie des Jagdbetriebs an sich hin. Zudem werden die Eingänge in den Landeswald mit Absperrband versehen. Die Sperrungen und Schilder werden vor der Jagd auf- und zum Nachmittag wieder abgebaut, teilt das Forstamt mit.
Revierleiter bittet Waldbesucher um Rücksicht
„Diese Sperrungen dienen der Sicherheit aller Beteiligten. Wir bitten alle, die an diesem Tag nicht auf ihren Waldbesuch verzichten möchten, auf ein anderes Waldgebiet auszuweichen“, sagt Revierleiter Michael Cordes von der Revierförsterei Barnbruch. Cordes bittet alle Waldbesucher, sich an die Sperrungen zu halten und Hinweisschilder nicht zu ignorieren. Zudem bittet er Verkehrsteilnehmer darum, besonders aufmerksam zu fahren, da Wildtiere und Jagdhunde plötzlich die Straße queren können.
Jagd soll die Waldgesundheit im Barnbruch fördern
Die Jagd sei laut Forstamt notwendig, um ein wichtiges Ziel der Niedersächsischen Landesforsten zu erfüllen: Der Wald soll sich mit den Samen der Bäume selbst verjüngen. Eicheln, Bucheckern und viele andere Waldbaumsamen reifen an den Waldbäumen heran, fallen zu Boden oder werden vom Wind fortgetragen, um schließlich auf einem freien Stück Boden zu keimen und heranzuwachsen. Zudem pflanzen Forstleute regelmäßig ab dem Herbst bis in das nächste Frühjahr zusätzlich Jungbäume im Wald.
Doch Keimlinge, Knospen, Triebe und Rinde junger Waldbäume dienen auch als Nahrung für Wildtiere wie Rehe und Hirsche. Sind es zu viele Tiere, die sich auf diese Art und Weise sattfressen, sei die Gefahr für den Wald und dessen Verjüngung zu groß, heißt es von Seiten der Förster. Außerdem diene die Jagd auch der Prävention von Wildkrankheiten und Seuchen wie der Afrikanischen Schweinepest, teilt das Forstamt mit.

