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Behinderungen durch Baumfällarbeiten bei Braunlage


Symbolfoto: Privat
Symbolfoto: Privat

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15.02.2017

Braunlage. Das Niedersächsische Forstamt Lauterberg durchforstet seinen jungen Fichtenwald am nordöstlichen Stadtrand. Die Arbeiten sollen heute beginnen und bis voraussichtlich zum 1. März dauern. Dabei kommt es zu Sperrungen von Wanderwegen und Straßen.



Laut Niedersächsischen Landesforsten arbeite eine Holzerntemaschine zwei Wochen lang in dem Waldgebiet hinter dem Sanatorium Dr. Barner. Aus Sicherheitsgründen würden folgende Wanderwege und Straßen zeitweise gesperrt: Obere Bergstraße, Hütteberg, Glashüttenweg sowie der Rundweg bis zur Verlobungswiese.

Erschließung und Durchforstung des 45 Jahre alten Fichtenwaldes


Die sogenannten Erschließungslinien oder Rückegassen seien die Fahrwege der Forstmaschinen. Holzerntemaschinen wie der Harvester und Transportmaschinen (Forwarder) müssten die Fahrgassen nutzen, um Bäume zu fällen und die Stämme an den Waldweg zu transportieren. Die Durchforstung solle die stehengebliebenen Bäume stabilisieren und den Zukunftsbäumen ausreichend Platz zum Wachsen geben. „Die Niedersächsischen Landesforsten wollen den Laubholzanteil in ihren Wäldern erhöhen. Deswegen fördern wir hier die vorhandene Laubbäume“, erklärt Forstinspektor-Anwärter Tobias Rauhut. Sein Ausbilder und Revierleiter, Harald Laubner, wisse die Entstehungsgeschichte des jungen Fichtenwaldes: „Nach dem verheerenden Sturm Quimburga im November 1972 wurde die Kahlfläche am Stadtrand mit Fichten aufgeforstet, die jetzt vereinzelt werden müssen“. Und der Zeitpunkt im Winter sei gut gewählt, der Boden gefroren und eine Schneedecke schütze ihn zusätzlich vor dem Gewicht der Spezialmaschinen. Außerdem seien jetzt weniger Spaziergänger im Wald unterwegs als zur warmen Jahreszeit. Als zusätzlichen Schutz vor Bodenschäden hätten die beiden Förster eine Seilwinde bestellt. Wo Maschinen wegen Nässe nicht fahren können, würden Bäume von Hand gefällt und mit einer Seilwinde an den Weg gezogen.

Für Forstanwärter Tobias Rauhut sei die Waldpflege am Stadtrand ein gutes Lehr-Beispiel dafür, wie forstbetriebliche Gesichtspunkte mit den Interessen der Waldbesucher und des Naturschutzes abzustimmen sind.

Sperrungen von Wanderwegen und Straßen


Revierförster Laubner bitte Waldbesucher um Verständnis für notwendige Wegesperrungen. Das gesperrte Waldgebiet dürfe nicht betreten werden, da Lebensgefahr bei den Baumfällarbeiten drohe, so Laubner: “Die Maschinenführer haben nur ein eingeschränktes Sichtfeld und arbeiten auch bei schlechten Lichtverhältnissen, deshalb sperren wir den Fällbereich großflächig ab“.

Die geernteten Braunlager Fichten würden für den Hausbau benötigt, so die Niedersächsischen Landesforsten. Das Holz mit geringerer Qualität werde für Paletten oder Verpackungsmaterial verwendet. Der Rest werde industriell verarbeitet und lande als Papier oder Kosmetiktuch wieder in den Braunlager Haushalten.


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