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Weil: "Verlängerung des Lockdowns ist unausweichlich"



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Weil: "Verlängerung des Lockdowns ist unausweichlich"

Trotz sinkender Zahl an Neuinfektionen sei diese immer noch zu hoch. Außerdem herrsche eine große Ungewissheit bezüglich der Ausbreitung der Virusmutationen.

von Alexander Dontscheff


Ministerpräsident Stephan Weil. Archivbild
Ministerpräsident Stephan Weil. Archivbild Foto: Werner Heise

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Hannover. Am morgigen Mittwoch treffen sich erneut Bundesregierung und Ministerpräsidenten zum Corona-Gipfel, um über das weitere Vorgehen in der Pandemie zu beraten. Und obwohl die Zahl der Neuinfektionen in den letzten Wochen deutlich zurückgegangen ist, sind wohl kaum Lockerungen zu erwarten. "Ministerpräsident Stephan Weil hält eine Verlängerung des Lockdowns für unvermeidlich", stellte Anke Pörksen, Sprecherin der Niedersächsischen Staatskanzlei am Dienstag in einer Pressekonferenz klar.



Zum einen sei die Zahl der Neuinfektionen nach wie vor zu hoch, zum anderen herrsche eine große Ungewissheit bezüglich der Ausbreitung der Virusmutationen. Klare Aussagen über die Verbreitung der Mutationen aus Großbritannien, Südafrika und Brasilien in Niedersachsen könne man derzeit nicht treffen, berichtete Heiger Scholz, Leiter des Corona-Krisenstabes. Dass sich die britische Variante zunehmend ausbreite, sei aber nachweisbar. So gehe man in der Region Hannover derzeit von einem Anteil von 16 Prozent aus. Tendenz steigend. Was dies für Konsequenzen auf die weitere Entwicklung der Pandemie habe, könne aber nicht gesagt werden.

Gemeinsamer Plan angestrebt


Eine Verlängerung des Lockdowns scheint also mehr als wahrscheinlich. Ob es dennoch einzelne Lockerungen geben könnte, dies sei derzeit reine Spekulation, so Pörksen. Man strebe aber an, sich mit den anderen Beteiligten zumindest auf einen gemeinsamen Plan zu einigen, der den Menschen zeige, ab welchem Szenario sie mit Schritten in Richtung Normalität rechnen könnten. Die Staatssekretärin wies aber auch noch einmal daraufhin, dass angesichts der Mutationen der Inzidenz-Wert nicht der alleinige Maßstab sei. Die lange Zeit gepredigte Formel "wir müssen unter 50 kommen" sei kein Garant mehr für automatische Lockerungen.

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