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Weißstörche weiter im Aufwind



Braunschweig | Wolfenbüttel

Weißstörche weiter im Aufwind

von Marian Hackert


Auch in der Region Braunschweig und im Landkreis Wolfenbüttel sind Weißstörche zu Hause. Foto: Stadt Braunschweig/Jürgen Eickmann
Auch in der Region Braunschweig und im Landkreis Wolfenbüttel sind Weißstörche zu Hause. Foto: Stadt Braunschweig/Jürgen Eickmann Foto: Stadt Braunschweig/ Jürgen Eickmann

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Braunschweig/Wolfenbüttel. Die Weißstörche sind in Braunschweig und im Landkreis Wolfenbüttel weiter im Aufwind. Georg Fiedler, ehrenamtlicher Weißstorchbeauftragter für die Region Braunschweig, legte auf Nachfrage von regionalHeute.de die Zahlen zur Entwicklung der Weißstorchpopulation vor.



Seit 1970 kümmern sich Weißstorchbetreuer flächendeckend um den Weißstorch in Niedersachsen und Bremen. Laut Georg Fiedler, ehrenamtlicher Weißstorchbeauftragter für die Region Braunschweig, waren in der Region Braunschweig und im Landkreis Wolfenbüttel vier Brutpaare ansässig. So habe der Bestand gegenüber dem Vorjahr um ein Paar zugenommen. Im Landkreis Wolfenbüttel hatte ein Brutpaar in Hedeper vierköpfigen Nachwuchs hervorgebracht. Drei der Jungstörche seien vor Ort ausgeflogen. Einweiteres wurde als Pflegling im NABU-Artenschutzzentrum Leiferde flügge.

Drei Brutpaare in Braunschweig


In Braunschweig konnten drei Brutpaare gezählt werden. Die Brutpaare in Riddagshausen, Watenbüttel und Steinhof brachten acht Jungen hervor, die allesamt vor Ort ausgeflogen seien, so Weißstorchbeauftragter Georg Fiedler. Das Brutpaar in Steinhof sei neu hinzugekommen und hatte zum Anstieg des Bestands geführt.

Die ehrenamtlichen Weißstorchbetreuer kümmern sich in ihrer Arbeit um die Kontaktpflege zu den Nestbesitzern und weiteren Beobachtern vor Ort, führen Kontrollen bezüglich des Brutgeschehens durch und greifen in Notfällen ein, wenn das Wohl der Störche akut gefährdet ist. Des Weiteren wirken sie aktiv an Biotop-, Nestbau- und Schutzmaßnahmen mit. In einigen Fällen übernehmen sie auch die Beringung der Jungstörche.

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Hierberingte Georg Fiedler einenJungstorch.Archivfoto:Bernd-Uwe Meyer Foto: Bernd-Uwe Meyer


Population in Niedersachsen


In Niedersachsen und Bremen ließen sich laut Bericht des NABU Niedersachsen 2017 insgesamt 918 Weißstorchpaare nieder. Darunter waren wieder etliche Neuansiedler. Diese Storchenpaare brachten 1.484 Jungstörche zum Ausfliegen. Nicht mitgezählt seiendabei die annähernd 170 fütterungsabhängigen Paare im Bereich von Zoos und Vogelpflegestationen mit ihrem Nachwuchs.„Damit wurde das gute Ergebnis aus dem Jahr 2016 (833 Paare mit 1.338 flüggen Jungen) bei den Paaren erneut um zehn Prozent übertroffen. Die Zahl der flüggen Jungen lag nur wenig unter denen des Rekordjahres 2015 (1.503) und ist das zweitbeste Resultat seit 46 Jahren“, erklärte Hans-Jürgen Behrmann von der LAG Weißstorchschutz des NABU Niedersachsen.Somit setzte sich die positive Entwicklung des Weißstorchbestandes fort. Niedersachsen liegt dabei voll im bundesrepublikanischen Trend und istnach Brandenburg weiterhin das Bundesland mit den meisten Storchenpaaren.

Insgesamt gutes Jahr für den Storch


Die hauptsächliche Ursache für den Zuwachsist das veränderten Zugverhalten dergen Westen in ihre Winterquartierefliegenden Störche. Immer mehr von ihnen bleiben bereits in Spanien, wo sie genügend Nahrung in Feuchtbiotopen, Reisfeldern und insbesondere auf Mülldeponien finden. Von dort kehren sie dann früher,in größerer Anzahlund in meistguter Verfassung zurück. So steigt die Population.„Insgesamt war 2017 fürdie Weißstörche in Niedersachsen und Bremen ein gutes Jahr“, bilanziert Hans-Jürgen Behrman und betont :„Es bestehen gute Aussichten, dass sich der Anstieg der Storchenpaare bei uns in den nächsten Jahren fortsetzt, zumal dann immer mehr der zuletzt so starken Jungenjahrgänge brutreif werden. Für die Zukunft gilt es daher, für sie und ihren Nachwuchs weiter ausreichend Feuchtgrünland mit entsprechenden Biotopen zu erhalten und darüber hinaus neu zu schaffen.“


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