Braunschweig

Weltklima-Aktionstag: Klimaschützer gingen auf die Straße

Auf Initiative der Umweltgewerkschaft bauten mehrere Organisationen auf dem Schlossplatz Informationsstände auf und lockten mit Redebeiträgen viele Passanten auf den Platz.

Unterschiedliche Redner riefen auf zum Umdenken
Unterschiedliche Redner riefen auf zum Umdenken Foto: Regionale Energie- und KlimaschutzAgentur e.V

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17.11.2020

Braunschweig. Auch für diesen November war der Weltklima-Gipfel der Vereinten Nationen geplant. Bedingt durch Corona wurde dieser kurzerhand auf das kommende Jahr November verschoben. „Doch die Klimakrise lässt sich nicht so einfach verschieben. Sie hat weiterhin Bestand und gerade deshalb ist der jetzige Dialog umso wichtiger“, betont Heiko Hilmer, Vorsitzender der reka e. V. Das meinten auch die unterschiedlichen Klimaschutz-Organisationen aus Braunschweig und brachten den Weltklima-Aktionstag am Samstag auf die Straße.



Auf Initiative der Umweltgewerkschaft bauten mehrere Organisationen auf dem Schlossplatz Informationsstände auf und lockten mit Redebeiträgen viele Passanten auf den Platz. So sprach Heiko Hilmer, Vorsitzender der reka e.V., davon, dass bei der Kohlesubvention nur 15.000 Jobs gerettet würden. Allein durch Photovoltaik würden in der Region 9.000 zusätzliche Installateure gebraucht. Dazu kämen noch weitere Berufsfelder wie Bürokräfte, Logistiker, Finanzierung und Herstellung. Die Kohleindustrie fördere gezielt Rechte und Klimaleugner, so Hilmer. „Ich bin lieber Gutmensch für ein neues Gesellschaftssystem, als Arschlochtrump für den Raubtierkapitalismus!“, positionierte er sich.

Aktivisten der Bürgerinitiative Baumschutz berichteten von ihren Aktivitäten. Ob unbequeme Fragen zu dem geplanten Strom- und Gasnetzverkauf an den Rat der Stadt oder zur Verkehrswende und mehr Grün in der Stadt - der Kampf für eine lebenswerte Zukunft ist ihnen eine Herzensangelegenheit. Die E-Mobilität vernichte keine Arbeitsplätze, die Kollegen werden sogar gebraucht für den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel, so die Bürgerinitiative Baumschutz.

Für die MLPD sprach Carmen Kinzel: „Wir brauchen einen gesellschaftsverändernden Umweltkampf.“ Sie warb für die Bewegung „Gib Antikommunismus keine Chance!“ und die notwendige breite, demokratische Debatte um die Zukunft der Welt. Bereits im Vorfeld fand eine Malaktion statt. Auf Fähnchen konnte jede/r ihre/seine Wünsche für eine lebenswerte Zukunft kundtun. Diese wurden anschließend an den Ständen aufgehangen. „Die Aktion war sehr erfolgreich. Viele Passanten hörten interessiert zu.“, resümierte Mirjam Gärtner von der Umweltgewerkschaft in der Abschlussrunde.

Weitere teilnehmende Organisationen waren: die Solidarität International, Jugendverband REBELL, VW-Komitee Braunschweig und das Kulturzentrum Mozaik.


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