Salzgitter. Das Letzte Kleinod realisiert in Salzgitter im Frühjahr 2026 ein Eisenbahntheater über die Stahlindustrie. Das dokumentarische Theaterprojekt "Hüttenwerk" erzählt von der Entwicklung der Stahlindustrie in Ost und West. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die in der Stahlindustrie oder mit Stahl arbeiten oder gearbeitet haben.
Einige Interviews wurden in Salzgitter, weitere in Eisenhüttenstadt und Frankfurt (Oder) geführt, die Vorstellung basiert auf diesen Erzählungen. "Hüttenwerk" wird vom 6. bis 8. Juni 2026 in Salzgitter aufgeführt. Zunächst einmal finden Proben direkt bei der VPS Verkehrsbetriebe Peine Salzgitter GmbH statt.
Mit dem Zug: Erst das Erz, jetzt das Theater
Das Erz kam per Eisenbahn aus der kasachischen Steppe, die Kohle aus Polen. Auf den Kränen, Lokomotiven und am Hochofen arbeiteten oft Frauen, die für die Stahlindustrie der DDR unentbehrlich waren. Von Eisenhüttenstadt ging der Stahl in die Fabriken und Häfen des Westens, um gegen Devisen verkauft zu werden.
Jetzt – im Frühjahr 2026 – fährt ein Zug mit sechsachsigen Flachwagen durch Deutschland, beladen mit tonnenschweren Brammen, Stahlträgern und Coils. Auf und in den Waggons gibt das Eisenbahntheater "Hüttenwerk" Einblick in die damalige Vorzeigeindustrie der DDR und die Verbindungen zum Westen.
Die Geschichten werden mit Schauspielenden in einer Szenerie aus Stahl gespielt, die auf Eisenbahnwagen zu den Aufführungsorten fahren. Auf Rungenwagen werden überlange Stahlträger transportiert. Auf Drehgestellflachwagen werden Coils (Rollen von gewalzten Blechen) und Brammen (Stahlblöcke für die Weiterverarbeitung zu Blechen) angeordnet und mit Licht und Schauspiel in Szene gesetzt. Der Stahl wird von mehreren Stahlwerken zur Verfügung gestellt.
Bereits Anfang April haben erste Proben in Salzgitter begonnen. Darsteller erhalten einen Einblick am Hochofen, in der Stranggussanlage, bei Kran- und Lokführern und an den Bändern. Ab Mai 2026 reist der ozeanblaue Zug mit der Vorstellung "Hüttenwerk" nach Frankfurt
(Oder), Magdeburg, Gräfenhainichen, Salzgitter, Duisburg und Brake.
Das Theaterprojekt wird an Industriestandorten gespielt, an denen Stahl produziert oder umgeschlagen wird, die Vorstellung wird im weltweit einzigartigen Theaterzug auf Gütergleisen gespielt. Das Publikum erlebt die Vorstellung als Stationentheater an und in verschiedenen Waggons.
Infos zu den Aufführungen:
Hüttenwerk in Salzgitter: 6. bis 8. Juni um 19 Uhr
Spielort: VPS Verkehrsbetriebe Peine Salzgitter GmbH, Am Hillenholz 28, 38229 Salzgitter
Tickets: www.das-letzte-kleinod.de

