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Weniger Einzelhandelsbetriebe bei zunehmender Verkaufsfläche



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Weniger Einzelhandelsbetriebe bei zunehmender Verkaufsfläche


Im Ausschuss für Regionalentwicklung wurden die Ergebnisse der Vollerhebung des Einzelhandelsgutachtens vorgestellt. F
Symbolfoto: Anke Donner
Im Ausschuss für Regionalentwicklung wurden die Ergebnisse der Vollerhebung des Einzelhandelsgutachtens vorgestellt. F Symbolfoto: Anke Donner Foto: Anke Donner)

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Region. Seit Juni dieses Jahres wurde der Einzelhandel in der Region erfasst. Der Regionalverband Großraum Braunschweig hatte das Büro Stadt+Handel beauftragt, Einzelhandelsbetriebe hinsichtlich ihrer Verkaufsfläche und der angebotenen Sortimente zu erfassen. Erste Ergebnisse stellte das Büro am Donnerstag im Ausschusses für Regionalentwicklung vor.



Wie der Regionalverband Großraum Braunschweig in einer Presseerklärung am Donnerstag mitteilte, sei die Erfassung Teil der Fortschreibung des Regionalen Einzelhandelskonzeptes (REHK) des Verbandes aus dem Jahr 2010.

Demnach wurden im Gebiet des Regionalverbandes insgesamt rund 5.800 Betriebe mit einer Gesamtverkaufsfläche von rund zwei Millionen Quadratmeter erfasst. Somit sei im Vergleich zu vorliegenden Bestandsdaten aus dem Jahr 2009 ein moderater Verkaufsflächenzuwachs bei einem gleichzeitig signifikanten Rückgang der Anzahl stationärer Einzelhandelsbetriebe feststellbar. Hier ließen sich Parallelen zu den bundesweiten Entwicklungstrends feststellen, so der Regionalverband.

Kaufniveau über Landesdurchschnitt



Das Kaufkraftniveau bezieht sich auf das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen innerhalb eines definierten Bezugsraumes. Die jeweilige Höhe in Städten, Kreisen oder Bundesländern wird in Kaufkraftkennziffern gefasst. Dieser Index gibt an, in welchem Maße die örtliche Kaufkraft positiv oder negativ vom Durchschnitt abweicht. Quelle Grafiken: Stadt+Handel Foto:



Die Region weise eine einzelhandelsrelevante Gesamt-Kaufkraft von 7,18 Milliarden Euro auf. Das Kaufkraftniveau in der Region liege leicht über dem Landesdurchschnitt (Niedersachsen: 99 Prozent). Festgestellt habe der Gutachter ein sehr heterogenes Kaufkraftniveau innerhalb der Region. So sei in Wolfsburg und der unmittelbaren Umgebung ein sogenannter „VW-Effekt“ auszumachen, der sich in einem deutlich erhöhten Kaufkraftniveau widerspiegelt. Im Landkreis Goslar zeige sich dagegen ein unterdurchschnittliches Kaufkraftniveau.

Die Erhebung fand in der Stadt Braunschweig sowie in den Landkreisen Gifhorn, Goslar, Helmstedt und Wolfenbüttel statt. Die Städte Salzgitter, Wolfenbüttel und Wolfsburg sowie der Landkreis Peine hatten ihren Einzelhandel bereits kartiert. Diese Daten seien dann in die Gesamterhebung mit eingeflossen.

„Wir freuen uns, den Kommunen die erhobenen Daten unserer neuen GIS-Datenbank unentgeltlich weitergeben zu können. Voraussetzung hierfür ist, dass die Kommunen die Daten für eigene nichtwirtschaftliche Zwecke verwenden.“, betont Erste Verbandsrätin Manuela Hahn.

In weiteren Planungsschritten soll die konzeptionelle Arbeit zur Fortschreibung des REHK (Analyse und Auswertung der Daten und Konzepterstellung, Abstimmung mit vereinzelten Kommunen) erfolgen. “Unser Ziel ist es, dem seit vielen Jahren erfolgenden Strukturwandel im Handel und der Entwertung von Innenstadtlagen zu begegnen“, erläutert Manuela Hahn. „Dazu gehört der Erhalt und die Förderung ausgewogener Versorgungsstrukturen, die Entwicklung und Sicherung von Innenstadtlagen sowie die Förderung einer wohnortnahen Grundversorgung auch für mobilitätseingeschränkte Menschen“, so Hahn abschließend.


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