Weniger Straftaten: Kriminalität in der Region gesunken

In Braunschweig zeigt die aktuelle Kriminalstatistik positive Entwicklungen, doch in einigen Bereichen bleibt die Polizei weiterhin gefordert.

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Symbolfoto | Foto: via dts Nachrichtenagentur

Braunschweig. Die für die Region zuständige Polizeidirektion Braunschweig hat nun die Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2025 veröffentlicht. Demnach verzeichnet die Polizeidirektion Braunschweig insgesamt einen Rückgang der Straftaten im Vergleich zum Vorjahr.



Die Zahl der registrierten Straftaten liegt mit 71.997 Taten 2,77 Prozent unter dem Vorjahreswert von 74.045. Die Kriminalitätshäufigkeit liegt mit 6.339 Straftaten pro 100.000 Einwohner leicht über dem niedersächsischen Landesdurchschnitt von 6.329. Die Entwicklung der Straftaten von 2024 zu 2025 ist durch einen Rückgang von Diebstahlsdelikten insgesamt (-1.189 Fälle), insbesondere von Diebstählen unter erschwerenden Umständen in/aus Boden- und Kellerräumen (-858 Fälle) sowie von Diebstählen unter erschwerenden Umständen an/aus Kraftfahrzeugen (-247 Fälle) und Vermögens- und Fälschungsdelikten (-1.083), geprägt. Gleichzeitig gab es jedoch mehr Wohnungseinbrüche (+126) sowie mehr Sachbeschädigungen (+325).

Über 60 Prozent Aufklärungsquote


Mit 61,56 Prozent übersteigt die Aufklärungsquote nun zum neunten Mal in Folge die Marke von 60 Prozent. Insgesamt wurden 44.321 Straftaten aufgeklärt und 30.581 Tatverdächtige (2024: 31.594) ermittelt, von denen 21,54 Prozent unter 21 Jahre alt waren. Von allen Tatverdächtigen hatten 20.402 (66,71 Prozent) die deutsche Staatsbürgerschaft, wohingegen 10.179 (33,29 Prozent) eine ausländische Staatsbürgerschaft besaßen.

Weniger Opfer von Straftaten


Im Vergleich zum Vorjahr nimmt die Zahl der Opfer strafbarer Handlungen leicht ab: Insgesamt 16.460 Opferdelikte wurden im Jahr 2025 in der Polizeidirektion Braunschweig registriert. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber 16.642 registrierten Fällen im Vorjahr. Bei den meisten Opfern handelte es sich um Erwachsene ab 21 Jahren (14.377), gefolgt von Kindern unter 14 Jahren (1.879), Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren (1.769) und schlussendlich Heranwachsenden zwischen 18 und 21 Jahren (1.338).

Maßnahmen zeigen Wirkung


Thomas Ring, Polizeipräsident der Polizeidirektion Braunschweig, betont: „Ich freue mich, dass auch im Jahr 2025 die Anzahl der Straftaten in der Polizeidirektion Braunschweig erneut zurückgegangen ist. Auch die Tatsache, dass die Aufklärungsquote erneut über 60 Prozent liegt, ist ein Zeichen dafür, dass unsere vielfältigen Maßnahmen in der Präventionsarbeit sowie im Einsatz- und Ermittlungsbereich Wirkung zeigen. Deshalb werden wir auch in Zukunft nicht nachlassen und an ihnen festhalten. In vielen Deliktsbereichen sind erfreulicherweise positive Trends erkennbar. So können wir beispielsweise im Bereich der Jugendkriminalität rückläufige Zahlen feststellen. Auch die Anzahl der Angriffe auf Polizeibeamtinnen und -beamte ist im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Gleichwohl sind die Zahlen der Gewaltdelikte in vielen Bereichen noch immer zu hoch, was besonders im Hinblick auf die kontinuierlich ansteigenden Zahlen der Messerangriffe deutlich wird. Dies signalisiert uns, dass wir mit unserer polizeilichen Arbeit weiterhin ein starkes Zeichen gegen die zunehmende Gewaltbereitschaft in unserer Gesellschaft setzen müssen.“