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Wertvolles Wasser - Harzwasserwerke mahnen zum "achtsamen Umgang"

Noch im Frühjahr waren die Talsperren gut gefüllt - die Füllstände liegen nun jedoch wieder weit unter dem langjährigen Mittel.

von Marvin König


An der Staumauer der Okertalsperre. (Archivbild)
An der Staumauer der Okertalsperre. (Archivbild) Foto: Marvin König

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05.08.2020

Region. Die Harzwasserwerke bitten darum, sorgsam mit der wertvollen Ressource Wasser umzugehen. Aktuell sind die Talsperren im Westharz, die nach Unternehmensangaben etwa zwei Millionen Menschen in Niedersachsen und Bremen mit Trinkwasser versorgen, nur noch etwa zur Hälfte gefüllt und liegen damit weit unter dem langjährigen Mittel von 70 Prozent. "Die Versorgungssicherheit ist aber weiterhin gegeben", so ein Sprecher der Harzwasserwerke gegenüber regionalHeute.de.



Die Talsperren-Füllstände sinken im Sommer generell, so Norman Droste von den Harzwasserwerken. Nach den Dürrejahren 2018 und 2019 stünden die Zeichen für das verbleibende Jahr 2020 jedoch ebenfalls wieder auf Trockenheit. "Aktuell liegt der Durchschnitt bei zirka 50 Prozent Füllung. In trockenen Zeiten profitieren die Talsperren vom Verbundsystem untereinander. So kann eine besser gefüllte Talsperre zum Beispiel einer schlechter gefüllten Talsperre größere Wassermengen überleiten und so den Füllstand anheben."

Die eigene Wassernutzung hinterfragen


Einen expliziten Aufruf zum Wassersparen halte man jedoch insofern für überzogen, als dass die Versorgungssicherheit in jedem Fall gewährleistet sei. Droste regt allerdings an, dass es in Zeiten des Klimawandels und damit einhergehender langer Trockenperioden generell hilfreich und wichtig sei, dass man "achtsam und nachhaltig" mit der Ressource Wasser umgehe. "Beispiel im Privaten: Muss ich den Pool tatsächlich für ein paar Tage Badespaß unbedingt im Garten aufstellen und auffüllen? Diese Frage kann man sich stellen, gerade, wenn zum Beispiel vor Ort in der Region sehr trockene Verhältnisse herrschen. In einigen Regionen haben sich die Grundwasserstände noch nicht erholt und der Boden ist trocken", kommentiert Droste.

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