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WEVG arbeitet mit Nachdruck an einer Lösung für die Betroffenen

von Alexander Panknin


Die WEVG arbeitet an der Aufbereitung des Störfalls. Foto: Alexander Panknin
Die WEVG arbeitet an der Aufbereitung des Störfalls. Foto: Alexander Panknin Foto: Alexander Panknin

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26.01.2017

Salzgitter. Nach dem Trinkwasser-Störfall in einigen Stadtteilen arbeitet der städtische Versorger WEVG mit großer Bemühung an der Aufbereitung und Nachsorge des Zwischenfalls.



Über Wochen musste die WEVG eine Warnung für das Trinkwasser in fünf Teilen der Stadt aufrechterhalten. Keime waren in das Rohrleitungssystem gelangt und sorgten für Aufregung beim Versorger, vor allem aber bei der besorgten Bevölkerung.

Eine Schutzchlorung säuberte das Wasser über Wochen und führte schließlich zur Beendigung des Störfalls. Doch auch heute noch äußern die Bürger ihr Bedenken über die Wasserqualität. Noch immer schmeckt und riecht das Wasser chlorig, wie Betroffene berichten.

Bereits vor der Entwarnung hatte die WEVG sich in einem Krisenstab über eine mögliche Entschädigung für die entstandenen Mehrkosten der Haushalte in den Stadtteilen beraten. Innerhalb einer Frist von 14 Tagen wollte man den Betroffenen durch ein persönliches Schreiben weitere Informationen zukommen lassen.

Problematisch dabei sei allerdings der Datenschutz gewesen. Man verfüge, so teilte die WEVG mit, nur über die Adressen der direkten Kunden, die auch mit dem Versorger im Vertragsverhältnis stünden. Welche Haushalte, Verbraucher und Nutzer damit verbunden seien, wäre zum jetzigen Zeitpunkt nicht ersichtlich. So erhielten in den meisten Fällen nicht die Geschädigten, sondern Ihre Vermieter das Schreiben. Auf Anfrage der Bürger, wurde mitgeteilt, dass man sich im Falle einer Entschädigung an seinen Vermieter richten solle.

Wie geht es weiter?


regionalHeute.de fragte bei der WEVG nach, ob weitere Schritte geplant seien:

"Die Problematik rund um die Entschädigungszahlungen ist uns bewusst, daher gehen wir sehr behutsam mit dem Thema um."

Wie angekündigt kümmere man sich nach der Behebung des Störfalls intensiv darum die Kunden zu entschädigen. Man habe im Vorfeld aber bereits mit den bekannten Vermietern und Verwaltern gesprochen, um eine reibungslose Abwicklung zu gewährleisten. Hier sei die WEVG allerdings auch zukünftig auf die Mithilfe der Vermieter und Verwalter angewiesen.

Parallel zum Thema Entschädigungen laufe momentan die interne Aufarbeitung. Die Sichtung aller Aspekte des Störfalls, zu denen auch die juristische Betrachtung aller Fakten und die Feststellung der Gesamtkosten gehörten, sei ein Vorgang, der noch einige Zeit in Anspruch nehmen werde. Weitere Fragen könnten demnach erst klar beantwortet werden, wenn der Störfall intern geregelt sei.

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