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Wie im Traum: Nicola Kuhn neuer Sparkassen Open-Champion



Braunschweig

Wie im Traum: Nicola Kuhn neuer Sparkassen Open-Champion


Gewinner 2017: Nico Kuhn. Fotos: Moritz Eden
Gewinner 2017: Nico Kuhn. Fotos: Moritz Eden Foto: Moritz Eden

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Braunschweig. Es ist vollbracht. Der 17-Jährige Nicola Kuhn vollendet das Tennis-Märchen und gewinnt das Finale der Sparkassen Open in Braunschweig mit 3:6, 7:5, 4:2 gegen den Kroaten Viktor Galovic, der Mitte des dritten Satzes aufgrund muskulärer Probleme aufgeben musste.



Den Titel im Doppel sicherten sich Julian Knowle (Österreich) mit Igor Zelenay (Slowakei) in zwei Sätzen mit 6:3, 7:6 (3) über die deutsche Paarung Kevin Krawietz und Gero Kretschmer.

Oberschenkel stoppt Galovic


Dritter Satz, Spielstand 3:2 pro Nicola Kuhn. Gerade wurde Viktor Galovic vom Physiotherapeuten behandelt, eine Fortsetzung der Partie war nicht sicher. Doch der Kroate biss, nach dem der rechte Oberschenkel „zumachte“, noch einmal auf die Zähne – vergebens. Galovic konnte die Mitte der Grundlinie nicht mehr verlassen und war chancenlos gegen die präzisen Schläge des Spaniers, der auf 4:2 erhöhte. Vieles deutete auf eine sofortige Aufgabe der Nummer 491 der Welt hin, der wiederum wollte sich aber die Chance auf seinen zweiten Challenger-Erfolg nach Recanati in der letzten Woche nicht nehmen lassen. Bei seinem ersten Aufschlag, bei dem Galovic kaum den Boden verlassen konnte, wurde letztlich deutlich: es geht nicht weiter. Der 1,93 Meter-Hüne versuchte es noch einmal, musste sich dann allerdings eingestehen, dass es der Muskel nicht zulässt.


Ein spannendes, zuweilen spektakuläres Finale fand ein jähes und unerwartetes Ende, das in der Form nicht zu erwarten war. Nach seinem Halbfinalsieg über Oscar Otte betonte Galovic noch seinen überraschend guten körperlichen Zustand. Dies bestätigte der 26-Jährige auch mit einer klassen Vorstellung im ersten Satz. Dort schnürte er den anfangs nervösen Kuhn mit seiner offensiven Spielweise ein und ließ den Spanier viel in der Defensive arbeiten. Auch mit seinem starken Service bereitete Galovic sich eine konstant gute Position im Feld und konnte seinen Gegenüber gezielt attackieren. Es schien als hätte der Wahl-Italiener auf alle Fragen Kuhns eine perfekte Antwort. So ging der erste Satz auch recht deutlich mit 6:2 an den Kroaten.

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