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Wie steht es um den Brandschutz in Wolfenbüttel?



Wolfenbüttel

Wie steht es um den Brandschutz in Wolfenbüttel?

von Robert Braumann


Der Landkreis sieht die einzelnen Schulen beim Brandschutz gut aufgestellt. Symbolbild: Max Förster
Der Landkreis sieht die einzelnen Schulen beim Brandschutz gut aufgestellt. Symbolbild: Max Förster Foto: Max Förster

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Wolfenbüttel. Im Zusammenhang mit einer Verschärfung des Versammlungsstättenrechts, insbesondere im Hinblick auf den Brandschutz, sind viele Landkreise und Städte zum Handeln gezwungen. Wie gestaltet sich die Situation in Wolfenbüttel - besonders im Hinblick auf die Schulen?

Die Vorschriften der Niedersächsischen Versammlungsstättenverordnung (NVStättVO) gelten für den Bau und den Betrieb von Versammlungsstätten mit Versammlungsräumen, die einzeln mehr als 200 Besucherinnen und Besucher fassen oder die insgesamt mehr als 200 Besucherinnen und Besucher fassen und einen gemeinsamen Rettungsweg haben. Bereits einzelne Versammlungsräume eines Gebäudes können Versammlungsstätten sein. Dazu zählen auch Aulen, Foyers und Weiteres in Schulen. Kornelia Vogt, Pressesprecherin des Landkreises Wolfenbüttel erklärte gegenüber regionalHeute.de, dass man kontinuierlich an diesem Thema dran sei. "Unsere Brandschutzprüferinnen weisen bei den Brandverhütungsschauen vorbeugend auf brandschutztechnische Mängel hin oder stellen Gefahrenquellen fest. Das gesetzlich vorgegebene Ziel dabei ist, Menschen, Tiere, Sachwerte und unwiederbringliches Kulturgut sowie die Umwelt vor Brand- und Explosionsgefahren zu schützen." Dabei gäbe es einige zentrale Mängelpunkte, die immer wieder zum Thema würden. So zum Beispiel


- unsichere Flucht- und Rettungswege in Fluren und Treppenhäusern beispielsweise aufgrund von Garderoben, Regalen und der damit verbundenen Brandgefahr. Zusätzlich können solche Gegenstände Stolperquellen darstellen.

- nicht selbstschließende Brandschutztüren, die zum Beispiel durch Keile aufgehalten werden,


- zum Teil fehlende (Blind-)Zylinder in Brandschutztüren,

- Erhöhung des Gefahrenpotentials einzelner Räume durch Umnutzungen (z.B. aus Büroraum wird Kopierraum, aus Klassenraum wird Küche),

- Fehlende oder unzureichende Fluchtwegbeschilderung

- Fehlende Erkennbarkeit von Flucht- und Rettungswegplänen.

Die Brandschutzprüferinnen würden aber ausschließlich Hinweise geben, die Umsetzung erforderlicher Maßnahmen liege dann bei der zuständigen Bauaufsicht und im Fall von Schulen beim Schulträger. Vogt sagt: "An den Schulen in Stadt und Kreis wurden in den vergangenen Jahren kontinuierlich Brandschutzmaßnahmen umgesetzt. Daher sind wir insgesamt relativ gut auf dem Laufenden.Eine größere Maßnahme steht noch für die Außenstelle Remlingen der Elm-Asse Schule an." Man sei also relativ gut aufgestellt. Die Sprecherin bemerkt aber auch: "Aus den Brandschauen, die regelmäßig stattfinden, können sich natürlich laufend weitere Maßnahmen ergeben, die zurzeit noch nicht absehbar sind."


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