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Wie wird der Assefond angenommen?



Wolfenbüttel

Wie wird der Assefond angenommen?

von Robert Braumann


Mit dem Geld aus dem Fond sollen beispielsweise gemeinnützige Initiativen aus dem Bereich der Altenpflege oder der Bildung unterstützt werden. Foto: M. Angerstein
Mit dem Geld aus dem Fond sollen beispielsweise gemeinnützige Initiativen aus dem Bereich der Altenpflege oder der Bildung unterstützt werden. Foto: M. Angerstein Foto: Marc Angerstein

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Wolfenbüttel. Mit dem Assefond soll den Belastungen betroffener Menschen in der Region Rechnung getragen werden. Insbesondere Vereine können Anträge auf das Geld stellen. Rund drei Millionen stehen jährlich zur Verfügung. 2016 geht man von rund 30 Anträgen aus.



Mit dem Geld aus dem Fond sollen beispielsweise gemeinnützige Initiativen aus dem Bereich der Altenpflege oder der Bildung unterstützt werden. Die Stiftung will die regionale Landesentwicklung in ihrem Fördergebiet Landkreis Wolfenbüttel und insbesondere im Bereich um die Schachtanlage Asse II voranbringen. Für die Jahre 2016 und 2017 hat die Stiftung Zukunftsfonds Asse die folgenden Projektfelder als Förderschwerpunkte festgelegt:

Bürgerschaftliches Engagement

Infrastruktur
Daseinsvorsorge und Mobilität
Naherholung und Tourismus
Klimaschutz


Hintergrund: Ende 2014 wurde die Zukunftsfonds Asse gGmbH als eine "Übergangsgesellschaft" zur Zukunftsfonds Asse Stiftung gegründet (regionalHeute.de berichtete), da sich deren Gründung beziehungsweise das Gesetzgebungsverfahren hierzu verzögerte. Infolge der Gründung der gGmbH konnten die vom Bund eingeplanten Haushaltsmittel in Höhe von einer Million Euro als Fördermittel der Region zu Gute kommen. Mit diesen Geldern wurde schon einiges unterstützt.

Im Gespräch mit regionalHeute.de, gibt der Leiter der Stiftungsverwaltung und Leiter des Amtes für Bauen und Planen der Landkreisverwaltung Sven Volkers, nun einen Überblick zur Arbeit der Stiftung Zukunftsfonds Asse. Diese hat im Juli 2016 ihre Arbeit aufgenommen (regionalHeute.de berichtete) und die Zukunftsfonds Asse gGmbH endgültig abgelöst.

regionalHeute.de: Wie schätzen Sie den Bekanntheitsgrad des Fonds in der Region ein?

Volkers: "Aufgrund der Fördertätigkeit der Übergangsgesellschaft „Zukunftsfonds Asse gGmbH“, der sehr gut besuchten Auftaktveranstaltung der Stiftung Zukunftsfonds Asse am 08.08.2016 in Dettum sowie der bisherigen Berichterstattung in den Medien gehen wir davon aus, dass bereits ein recht hoher Bekanntheitsgrad unserer Stiftung in der Region besteht. Alle Vereine und Verbände werden uns sicherlich noch nicht kennen. Wir planen jedoch weitere Infoveranstaltungen, unter anderem auch mit Multiplikatoren, und eine regelmäßige Berichterstattung über geförderte Projekte, so dass die Zahl der Personen und Gruppen, die unsere Stiftung bisher noch nicht kennen, sich stetig reduzieren sollte."

regionalHeute.de: Wie ist die Antragslage? Wie viele Anträge gehen ein? Und wie viele und welche Projekte werden/wurden gefördert?

"Unser Förderverfahren besteht aus zwei Bewerbungsstufen: In der Stufe eins ist eine Anfrage mit einer Projektskizze einzureichen. Wenn ein geplantes Projekt unseren Förderbedingungen und unserem Leitbild entspricht und die jeweiligen Entscheidungsgremien überzeugt, kann der Projektträger in der Stufe zwei einen Förderantrag stellen. Da die Stiftung Zukunftsfonds Asse erst nach den Sommerferien ihr Förderverfahren gestartet hat, liegen uns dementsprechend überwiegend Anfragen der ersten Bewerbungsstufe vor – insgesamt aber schon 45 Anfragen. Ein Großteil der Anfragen, die von den jeweiligen Entscheidungsgremien bereits beraten wurden, wurden zur Antragstellung zugelassen. Teilweise liegen uns hier bereits Anträge vor oder werden in Kürze bei uns eingehen. Von sogenannten Leitprojekten der Stiftung wurden bereits drei Anträge eingereicht und genehmigt. Wir gehen davon aus, in 2016 noch über 20 bis 30 Förderanträge zu entscheiden."

regionalHeute.de: Wie viel Geld steht zur Verfügung? Wird das Volumen ausgeschöpft?

Volkers: "Der Stiftung stehen jährlich drei Millionen Euro des Bundes zur Verfügung, die unter Abzug des Aufwandes für die Stiftungsverwaltung fast vollständig für die operative Arbeit der Stiftung sowie die Förderung von Projekten bestimmt sind. Wir gehen davon aus, dass mit etwas zeitlicher Verzögerung die Mittel in das Fördergebiet fließen und auch ausgeschöpft werden."

regionalHeute.de: Gibt es Tipps für potentielle Antragsteller, was ist zu beachten?

Potentielle Antragsteller sollten sich unter der Internetadresse „zukunftsfonds-asse.de“ unsere Informationsmaterialen herunterladen und ansehen. Bei der Bearbeitung der Projektanfrage sollte auf die auf Seite eins des Anfrageformulars genannten Fragen eingegangen werden. Der Projektträger muss uns mit seiner Projektskizze überzeugen, dass er eine erkannte gesellschaftliche Aufgabe in unserem Fördergebiet nachhaltig lösen kann. Für uns ist das Thema Wirksamkeit der geplanten Maßnahmen von großer Bedeutung. Daher sollte sich ein potentieller Antragsteller hierzu nicht nur Gedanken machen, sondern darauf auch in seiner Projektskizze eingehen.


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