Region. Das neue Jahr startete winterlich – bereits zu Beginn des Januars brachte ein Sturmtief viel Schnee in die Region und den Verkehr mancherorts zum Erliegen. Und auch der zweite Monat des Jahres beginnt mit Schneeverwehungen und niedrigen Temperaturen. Kein Wunder also, dass viele Menschen langsam aber sicher den Frühling herbeisehnen. Ob man sich schon bald auf milde Werte auf dem Thermometer, Vogelgezwitscher und den ein oder anderen Sonnenstrahl freuen kann, soll sich laut einer alten Bauernregel am heutigen Montag entscheiden.
Im christlichen Jahreskreis wird am 2. Februar Mariä Lichtmess gefeiert. Der Tag ist zwar heute kaum noch im gesellschaftlichen Bewusstsein verankert, war in früheren Zeiten jedoch sogar ein gesetzlicher Feiertag und hatte vor allem in der Landwirtschaft eine große Bedeutung, denn an Lichtmess war traditionell "Dienstbotenwechsel", das bäuerliche Wirtschaftsjahr begann also. Ab heute werden die Tage zudem spürbar länger – der 2. Februar markiert die Mitte zwischen Wintersonnenwende und Frühjahrstagundnachtgleiche.
Erster Trend ablesbar
Bauernregeln bieten den Menschen seit Jahrhunderten Orientierung beim Wetter. Vor allem in der Landwirtschaft waren sie wichtig, um mittelfristige Witterungsverhältnisse einschätzen zu können und etwa die Ernte danach auszurichten. Sie basieren auf langjährigen Wetterbeobachtungen und haben daher einen wahren Kern, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) schreibt. Zwar seien die Bauernregeln nicht zuverlässig genug, um eine offizielle Prognose daraus ableiten zu können, aber ein erster Trend sei laut DWD manchmal durchaus ablesbar.
Das soll das heutige Wetter aussagen
Der heutige 2. Februar hat sich windig, grau und vor allem kalt gezeigt. Was bei den meisten Menschen wohl keine Glücksgefühle hervorgerufen haben dürfte, ist laut den alten Bauernregeln durchaus etwas Gutes. So besagt die bekannteste von ihnen: „Ist‘s an Lichtmess hell und rein, wird ein langer Winter sein. Wenn es aber stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit.“ Die fehlenden Sonnenstrahlen sollen also ein baldiges Ende des Winters bedeuten. Auch eine andere Regel deutet in diese Richtung: „Scheint zu Lichtmess die Sonne klar, gibt‘s Spätfrost und ein fruchtbar Jahr.“
Ob die seit langer Zeit überlieferten Regeln Recht behalten, wird sich zeigen. Offiziell befinden wir uns momentan noch im Hochwinter – der meteorologische Frühlingsbeginn ist am 1. März, der kalendarische gar erst am 20. März.

