Region. Der Winter hat Norddeutschland auch weiterhin fest im Griff. Bereits Anfang Januar sorgte Sturmtief Elli für den stärksten Wintereinbruch seit Jahren und brachte den Verkehr auf Straße und Schiene teilweise zum Erliegen. Seither kam es bei frostigen Temperaturen in der Region immer wieder zu Schneefällen – besonders Schneeverwehungen sorgen dabei häufig für Probleme. Viele Autofahrer fragen sich daher, was aus den Schneefangzäunen wurde, die früher auch in unseren Breitengraden durchaus üblich waren.
In früheren Zeiten prägten Schneefangzäune vielerorts das winterliche Landschaftsbild, insbesondere in offenem Gelände und in Regionen mit regelmäßigen starken Schneeverwehungen. In den letzten Jahren ist der Einsatz solcher Zäune jedoch deutlich zurückgegangen beziehungsweise wurde vollständig eingestellt. Nachdem die Region nun zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder einen richtigen Winter hat, wünschen sich viele Verkehrsteilnehmer die Zäune zurück. Erst vor gut einer Woche blieben Autofahrer nahe Haverlah im Landkreis Wolfenbüttel in Schneeverwehungen stecken – wir berichteten.
Deshalb gibt es keine Zäune mehr
regionalHeute.de hat bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Wolfenbüttel, nachgefragt, weshalb es heutzutage keine Schneefangzäune an den Straßen mehr gibt. Wie die Behörde berichtet, seien die Gründe unter anderem veränderte klimatische Bedingungen mit insgesamt selteneren und weniger lang anhaltenden Schneelagen sowie der hohe Aufwand für Aufbau, Wartung und Lagerung der Schneefangzäune. Dieser stehe häufig nicht in einem angemessenen Verhältnis zum Nutzen.
Wirkung nicht überall gleich
Grundsätzlich könnten Schneefangzäune unter bestimmten Bedingungen wirksam sein. Voraussetzung seien eine gezielte Planung, die richtige Platzierung und eine regelmäßige Betreuung. Ihre Wirkung sei jedoch stark vom Standort abhängig und könne etwa durch wechselnde Windrichtungen deutlich nachlassen. Bei starken Schneeverwehungen bestehe zudem die Gefahr, dass der Schnee nach kürzester Zeit auch über die Zäune hinwegweht und dadurch die Sicht für Autofahrer zusätzlich eingeschränkt wird.

