Wolfenbüttel

Wir brechen das Schweigen


Im Bild 1. Reihe von links:  Margit Richert (Gleichstellungsbeauftragte), Christiane Wagner-Judtih (Stellv. Landrätin), Sabine Huth (Präventionsrat) Petra Eickmann-Riedel (Samtgemeindebürgermeisterin), Dörthe Weddige-Degenhardt (Förderverein Frauenschutzhaus Wolfenbüttel). Dahinter Vertreterinnen der Frauen-Union Wolfenbüttel und weitere Gäste. Foto: Privat
Im Bild 1. Reihe von links: Margit Richert (Gleichstellungsbeauftragte), Christiane Wagner-Judtih (Stellv. Landrätin), Sabine Huth (Präventionsrat) Petra Eickmann-Riedel (Samtgemeindebürgermeisterin), Dörthe Weddige-Degenhardt (Förderverein Frauenschutzhaus Wolfenbüttel). Dahinter Vertreterinnen der Frauen-Union Wolfenbüttel und weitere Gäste. Foto: Privat Foto: Privat

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08.12.2016

Sickte. Zum internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, hatte Margit Richert, Gleichstellungsbeauftrage der Samtgemeinde Sickte, zu einer Informationsveranstaltung eingeladen.



Gewalt an Frauen habe viele Gesichter, sagte Richert in ihrer Begrüßung. Die Palette reiche dabei von Körperverletzungen, Demütigungen, Einschüchterungen, Vergewaltigungen bis hin zu Tötungen. Die Statistik, die hierzu vom Bundeskriminalamt veröffentlich wurde, sei erschreckend, erschütternd und mache fassungslos, so Margit Richert. Hinter jeder Zahl stehe das Schicksal - der Hilferuf einer Frau. Viele Gewalttaten würden jedoch nicht in der Statistik erscheinen. Die Dunkelziffer sei hoch, weil viele Taten hinter verschlossenen Türen stattfinden, so die Gleichstellungsbeauftragte. Sie lud die Gäste der Veranstaltung ein, sich an der Aktion des Bundesfamilienministeriums „Wir brechen das Schweigen“ zu beteiligen und auch aus Sickte ein Zeichen der Solidarität zu senden. Das Schweigen zu brechen bedeute, Gewalt an Frauen öffentlich zu begegnen. Gleichzeitig solle betroffenen Frauen Mut gemacht werden, sich Hilfe zu holen, um einen Weg aus der Gewalt zu finden. Hierbei könne das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ unterstützen. Unter der Telefonnummer 08000 116 016 und per Online-Beratung auf "http://www.hilfetelefon.de", können sich betroffene Frauen rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr kostenlos und anonym beraten lassen. Sabine Huth, Sprecherin des Präventionsrates in der Samtgemeinde Sickte, berichtete aus ihrer Arbeit beim Beratungszentrum Dialog e.V. Wolfsburg. Die Fachstelle für häusliche Gewalt betreut und begleitet Frauen und Mädchen in Notsituationen und bei sexuellem Missbrauch. Die Zahl der Fälle sei in den letzten Jahren erheblich angestiegen, hob die Sozialarbeiterin hervor. Dörthe Weddige-Degenhardt, Vorstandmitglied im Förderverein Frauenschutzhaus Wolfenbüttel, stellte die Arbeit des Vereins und des Frauenschutzhauses Wolfenbüttel vor. Für emotionale Momente sorgte auch Pianistin und Sängerin Lena Niederau, die die Veranstaltung musikalisch umrahmte.


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