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"Wir denken darüber nach" - Kommt 2G auch in Niedersachsen?



"Wir denken darüber nach" - Kommt 2G auch in Niedersachsen?

Bereits jetzt können Diskotheken und Clubs zwischen 2G und 3G wählen. Bis Ende September will man die Lage insgesamt neu bewerten.

von Alexander Dontscheff


Symbolbild
Symbolbild Foto: Jonas Walter

Niedersachsen. Die neue Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen ist noch keine Woche alt, da denkt man schon über die Nachfolgerin nach, die wahrscheinlich am 22. September in Kraft treten wird. Dann könnte auch die sogenannte 2G Regel - also dass der Zutritt nur noch für Genesene und Geimpfte, nicht aber mehr für Getestete möglich ist - eine größere Rolle spielen. Das bestätigten Claudia Schröder, stellvertretende Vorsitzende des Corona-Krisenstabes, und Anke Pörksen, Pressesprecherin der Niedersächsischen Staatskanzlei, am heutigen Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz.



"Es wird über 2G nachgedacht", erklärte Schröder. Ende September, wenn die neue Verordnung komme, habe man auch andere Voraussetzungen. Dann hätten alle Personen ab zwölf Jahren die Möglichkeit gehabt, sich impfen zu lassen. Dann müsse die Lage neu bewertet werden. Schröder wies auch daraufhin, dass Diskotheken, Clubs und Shisha-Bars bereits jetzt die Möglichkeit hätten, 2G einzuführen. Im entsprechenden Paragraphen der Verordnung heißt es, dass Gäste keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen müssten, wenn Betreiber den Zugang auf Gäste beschränkten, die einen Impfnachweis oder Genesenennachweis vorlegten. Die hier gewonnenen Erfahrungen würden genauso mit in die Entscheidung fließen wie der Blick nach Hamburg, wo 2G bereits in weiteren Bereichen des öffentlichen Lebens eingeführt wurde.

Weitere Eskalationsstufen entwickeln


Derzeit sei man außerdem dabei, die weiteren Eskalationsstufen des neuen Stufensystems zu entwickeln. Bislang wurde noch nicht genau definiert, welche Maßnahmen greifen, wenn die Stufen 2 und 3 erreicht werden. Hier warte man aber auch auf eine mögliche Änderung des Bundesinfektionsschutzgesetzes. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte angekündigt, die derzeit bestehenden Inzidenz-Grenzen ändern zu wollen.


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