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"Wir müssen deutlich an Tempo zulegen" - Stephan Weil vor dem heutigen Impfgipfel



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"Wir müssen deutlich an Tempo zulegen" - Stephan Weil vor dem heutigen Impfgipfel

Der Niedersächsische Ministerpräsident erwartet einen verlässlichen nationalen Impfplan. Die Bundesregierung dämpft die Erwartungen.

von Alexander Dontscheff


Die Impfzentren sind derzeit noch weitgehend leer. Symbolbild
Die Impfzentren sind derzeit noch weitgehend leer. Symbolbild Foto: Rudolf Karliczek

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Berlin. Am heutigen Montag, um 14 Uhr, treffen sich Vertreter der Bundesregierung, die Ministerpräsidenten der Länder sowie die beteiligten Pharma-Unternehmen zu einem digitalen Impfgipfel. Dort sollen unter anderem die aktuellen Probleme mit den Lieferengpässen besprochen werden. Auch wenn seitens der Bundesregierung im Vorfeld gemahnt wurde. mit nicht zu viel Erwartungen in die Gespräche zu gehen, hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil klare Vorstellungen. Das geht aus einem Presse-Statement hervor.



„Ich erwarte, dass die Bundesregierung einen verlässlichen nationalen Impfplan vorlegt, auf den sich Länder und Kommunen dann entsprechend einstellen können. Ankündigungen, die anschließend fortlaufend geändert werden, erschweren Ländern und Kommunen die Arbeit und verunsichern die Bürgerinnen und Bürger. Deshalb benötigen wir einen realistischen Impfplan", fordert Weil. Darüber hinaus müsse der Bund klare Wege aufzeigen, wie die Produktion von Impfstoffen beschleunigt werden könne, indem beispielsweise andere Pharmaunternehmen mit ihren Produktionsstätten die Impfstoffhersteller unterstützen. "Insbesondere vor dem Hintergrund der sich zunehmend ausbreitenden Mutationen, müssen wir beim Impfen deutlich an Tempo zulegen. Die Impfzentren stehen bereit, was fehlt ist ausreichender Impfstoff“. so der Ministerpräsident.

Spahn bremst die Erwartungen


Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte zuvor in einem Interview mit der Bild erklärt, dass er vom heutigen Gipfel keine konkreten Beschlüsse erwarte. Man könne durch einen Gipfel allein nicht mehr Impfstoffe produzieren. Allein durch ständige Forderungen nach mehr Impfdosen werde die Produktion nicht schneller, so Spahn.


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