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Wittich Schobert sieht Landkreis vor Herausforderung



Helmstedt

Wittich Schobert sieht Landkreis vor Herausforderung

von Magdalena Sydow


Der Bürgermeister der Stadt Helmstedt zeigt sich zuversichtlich, dass der Landkreis seine Schulden minimieren wird. Foto: Magdalena Sydow
Der Bürgermeister der Stadt Helmstedt zeigt sich zuversichtlich, dass der Landkreis seine Schulden minimieren wird. Foto: Magdalena Sydow Foto: Magdalena Sydow

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Helmstedt. Der Haushalt des Landkreises Helmstedt wird vom Land Niedersachsen nicht bewilligt. Sieben Millionen Euro Schulden seien zu viel. Nun sollen fünf Millionen Euro eingespart werden.



Der Landkreis Helmstedt ist an bestimmte Rahmenbedingungen gebunden, da er einen Zuschuss vom Land Niedersachsen und den Städten und Gemeinden des Landkreises erhalten hat. Diese wurden mit dem ersten Haushaltsentwurf um fünf Millionen Euro überschritten.

Wittich Schobert, Bürgermeister der Stadt Helmstedt, sieht den Landkreis vor "großen finanziellen Herausforderungen stehen". Gründe für die Schieflage im Haushalt sieht er zum einen darin, dass das Land Niedersachsen den Landkreis nicht genug entlasten würde. "Helmstedt ist nicht der größte Landkreis und auch die Einwohnerzahl ist mit 94.000, verglichen mit anderen, eher gering. Daraus ergibt sich eine geringere Summer beim Finanzausgleich. Trotzdem muss der Landkreis Helmstedt alle Aufgaben erfüllen und das wird, je niedriger die Einwohnerzahl ist, entsprechend teurer", so Schobert.

Erhöhung der Kreisumlage hätte negative Folgen für die Stadt Helmstedt


Der Landrat Gerhard Radeck sei aktuell dabei den Haushaltsentwurf zu überarbeiten. "Ich denke eine wesentliche Korrektur wird schon deswegen eintreten, da der Landkreis vorsorglich mit einer wesentlich höheren Zahl an Flüchtlingen gerechnet hat", erklärt der Bürgermeister. Der Landkreis Helmstedt finanziert sich zum größten Teil über die Kreisumlage. Das heißt, ein gewisser Prozentsatz an Einnahmen müssen die Städte und Gemeinden im Landkreis abgeben. Hier hofft Schobert, dass diese, im Zuge der Einsparungen, nicht erhöht wird. "Das hätte auf jeden Fall negative Auswirkungen auf die Stadt", erklärt er. Dann würde auch der Haushalt der Stadt, der seit mehreren Jahren zum ersten Mal ausgeglichen ist, ins negative rutschen.


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