Wolfenbüttel. Am Samstag treten die Zweitliga-Damen aus der Lessingstadt in der Finalserie um die Meisterschaft bei den BG 74 Veilchen Ladies in Göttingen an. Die „Best-of-three“-Serie könnten auch den Abschied von Pierre Hohn als Headcoach bedeuten.
Wie regionalSport.de aus verlässlicher Quelle weiß, zieht Pierre Hohn in Erwägung, den Verein nach der Saison zu verlassen. Sein Verlust würde eine große Lücke in den erfolgreichen Wolfenbütteler Frauen- und Mädchenbasketball reißen. Erst vor der Saison hatte Hohn die Nachfolge von Hanna Ballhaus angetreten, die kurzfristig nach Spanien wechselte. In dem einen Jahr formte er eine Spitzenmannschaft, die aktuell um den Aufstieg in die Bundesliga mitspielt.
Neben dem Wolfpack leitet der erst 25 Jahre junge Coach den Förderverein „Girls Baskets Regio 38 e.V.“ an und ist seit vielen Jahren als Trainer in den unterschiedlichsten Niedersachsenauswahl-Mannschaften des NBV unterwegs. Für den DBB war Pierre ebenfalls bereits im Einsatz, unter anderem als Co-Trainer der U15-Nationalmannschaft.
Der Verein soll sich bereits um die Suche nach einem Nachfolge bemüht haben. In einer Stellungnahme äußerte sich Rainer Gelhaus, Pressesprecher beim Wolfpack Wolfenbüttel, „der Verein werde sich zu gegebener Zeit zu Trainerfragen äußern. Herr Hohn steht bei uns unter Vertrag. Derzeit konzentriert sich der Verein auf das Finale um den Aufstieg in die 1. Bundesliga.“
Auf Anfrage wollte sich Pierre Hohn nicht zu seiner Person äußern, vermied aber auch ein Dementi: „Wir haben noch keine Gespräche geführt“, so der Jura-Student, der ob der Nachfrage überrascht wirkte. „Ich kann mir vorstellen, trotz meines anstehenden Abschlusses als Trainer weiter zu arbeiten, aber die Saison läuft noch und ich will mich jetzt erst einmal voll und ganz auf die Play-Offs konzentrieren.“ Sollte Hohn wirklich nach der Saison gehen, ist dies mit Sicherheit eine weitere Motivation für seine jetzigen Spielerinnen und die Finalserie.
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Abschied nach dem Finale: Verlässt Pierre Hohn das Wolfpack?
von Frank Vollmer
Headcoach Pierre Hohn formte ein Spitzenteam. Geht er jetzt? Foto: Frank Vollmer | Foto: Frank Vollmer