Asse. Zur Verbesserung der betrieblichen Abläufe hat die Asse‐GmbH mit dem Bau großer Speicherbecken im östlichen, übertägigen Bereich der Schachtanlage begonnen. Das teilte die Asse-GmbH in einer Pressemitteilung mit. Die Becken sollen zum einen als neuer Zwischenspeicher für das Salzwasser dienen, das täglich in das Grubengebäude eindringt. Zum anderen könnten in der modernen Anlage Salzlösungen angeliefert und gelagert werden, mit der sich Beton zur Stabilisierung des Bergwerkes herstellen lasse. Auch für die Sicherung des Bergwerkes im Notfall erfülle die neue Anlage eine wichtige Funktion, erklärt die Asse-GmbH.
Ersatz für ausgediente und geschädigte Zwischenspeicher innerhalb des Bergwerkes
Das neue Gebäude ersetze damit die bislang genutzten Speicherbecken innerhalb des Bergwerkes. Salzwasser, das in 658 Meter Tiefe aufgefangen wird, werde aktuell von dort in höher gelegene Zwischenspeicher auf der 490 Meter Ebene gepumpt. Dieser Bereich müsse jedoch langfristig aus Sicherheitsgründen aufgegeben werden, so die Asse-GmbH. Das Salzgestein weise starke Schäden und Risse auf. Darüber hinaus ließen sich mit einer übertägigen, modernen Anlage die Abläufe insgesamt verbessern.
Verbesserung des Notfallmanagements
Die Anlage diene ebenfalls dazu, Speziallösungen zu fassen, die im Notfall benötigt werden. Falls es im Bergwerk zu einem unkontrollierbaren Wasserzutritt kommen sollte, könne mit Hilfe einer Magnesiumchloridlösung die Schadenswirkung reduziert werden. Die chemische Zusammensetzung verhindere unter anderem, dass sich zusätzlich Salze unter Tage lösen und somit neue Transportpfade für radioaktive Stoffe entstehen.
Daten und Fakten zur Anlage
Die Anlage sei etwa 90 Meter lang, 20 Meter breit und 17 Meter hoch und umfasse über 4.000 Kubikmeter Speichervolumen. Das entspricht mehr als dem vierfachen eines 25 Meter langen Sportschwimmerbeckens. Nach Bauabschluss könnten An‐ und Ablieferungen per Bahn oder LKW erfolgen. Das neue Gebäude beherberge zusätzlich ein Labor zur Qualitätssicherung der Lösungen.

