Wolfenbüttel. »Ich bin ein Jude.« Dieser lapidare Satz, den der fremde Held der Geschichte sagt, kippt das Lustspiel, das Lessing mit gerade einmal 20 Jahren geschrieben hat, in die bittere Realität unserer eigenen Geschichte. Werkeinführung am 27.04. um 19 Uhr im Lessingtheater. Karten von 15 bis 24 Euro, ermäßigt ab 7,50 Euro
Lessing benutzt durchaus gängige Theaterrequisiten: Eine Dose setzt die Enthüllungsintrige in Gang. Aber absolut neu und vorausdenkend ist, wie Lessing seine Hauptfigur zeichnet. Eine Sensation und 1749 zugleich Anlass für finstere Religionswächter. Zum ersten Mal in der Geschichte des Theaters betritt die Figur eines positiv gezeichneten Juden die Bühne. Ein Lustspiel über den Antisemitismus – ist das nicht eine Ungeheuerlichkeit? George Tabori verändert kein Wort des Textes und doch enthüllt das alte Lustspiel ein anderes Gesicht, wenn heute das grelle Licht der Gegenwart den Text bis in die feinsten Ritzen ausleuchtet.
Taboris Inszenierung hatte am Berliner Ensemble am 13. September 2003 Premiere und wurde seither über 150 Mal aufgeführt. Werkeinführung am 27.04. um 19 Uhr im Lessingtheater. Karten von 15 bis 24 Euro, ermäßigt ab 7,50 Euro.
Donnerstag, 28.04.2016, 19.30 Uhr
Freitag, 29.04.2016, 19.30 Uhr
Samstag, 30.04.2016, 19.30 Uhr
Sonntag, 01.05.2016, 19.30 Uhr
Lessingtheater, Großer Saal
Werkeinführung am 27.04. um 19 Uhr im Lessingtheater.
Karten von 15 bis 24 Euro, ermäßigt ab 7,50 Euro
"Die Juden" nach Gotthold Ephraim Lessing »
Lessingtheater. Foto: Sina Rühland | Foto: Sina Rühland

