Wolfenbüttel. Am Mittwoch, 15. April 2015, um 19:30 Uhr, findet im Bildungszentrum (BIZ) in Wolfenbüttel (Harzstraße 2-5) die dritte Veranstaltung aus der Reihe URANIUM mit dem Thema "Uran, aus geschichtlicher und wissenschaftlicher Sicht" statt. Referent des Abends ist Prof. Dr. Bernd Lehmann von der TU Clausthal.
Zum Inhalt des Vortrages von Prof. Lehmann: Das Element Uran wurde 1789 von dem Berliner Apotheker Klaproth (geboren in Wernigerode) entdeckt und gewann wesentliche Bedeutung erst mit der Entdeckung der Radioaktivität zu Ende des 19. Jahrhunderts (Becquerel, P. und M. Curie) und speziell der Kernspaltung 1938 (Otto Hahn und Mitarbeiter). Seitdem prägt Uran die politische Entwicklung der Erde, je nach Standpunkt als Fluch oder Segen. Allerdings bestimmt Uran schon seit 4,5 Milliarden Jahren den globalen Wärmehaushalt und damit die Dynamik der Erde. Der Vortrag wird aus geowissenschaftlicher Sicht die Rolle und Bedeutung von Uran darstellen.
Vita: Prof. Dr. Bernd Lehmann studierte Geologie in Heidelberg und an der FU Berlin (Promotion 1979 über Zinn-Lagerstätten in Bolivien), und war dann Postdoc an der Harvard University. Nach einigen Jahren als Explorationsgeologe in Zentral-Afrika und Südost-Asien habilitierte er sich 1990 an der FU Berlin, und wurde 1991 auf den Lehrstuhl für Lagerstätten und Rohstoffe am Institut für Mineralogie und Mineralische Rohstoffe nach Clausthal berufen. Sein Arbeitsgebiet umfasst das ganze Feld der mineralischen Lagerstätten mit Schwerpunkt Südamerika
Veranstalter:
- Aktion Atommüllfreie Asse (AAA) http://www.aaa-wf.de/
- AufpASSEn e.V. http://www.aufpassen.org/
- Paul Koch, Sozialdiakon i.R.

