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Eilbedarf: Über eine Million Euro mehr für die Meesche

von Alexander Dontscheff


Die Bauarbeiten an der Meesche kommen gut voran. Allerdings ist auch der Finanzierungsbedarf gestiegen. Foto: Frank Vollmer

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26.08.2019

Wolfenbüttel. In einem Eilentscheid soll das Finanzierungsbudget für den Neubau der Sportanlage Meesche um 1.156.000 Euro erhöht werden. Eine entsprechende Beschlussvorlage wird in der Sitzung des städtischen Ausschusses für Sport und Freizeit am heutigen Montag diskutiert. Die Entscheidung trifft der Verwaltungsausschuss am 2. September.


Dabei entfallen 438.000 Euro der überplanmäßigen Verpflichtungsermächtigungen auf die Errichtung des Funktionsgebäudes und 718.000 Euro auf den Ausbau der Außenanlagen. Einer der Gründe sei die Kostenentwicklung durch die weiterhin steigende Konjunkturlage und der damit einhergehenden enormen Auslastung des Bausektors. Außerdem kommt es zu weiteren Ausgaben, da man sich aus ökologischen sowie ökonomischen Gründen entschieden hat, auf den Kunstrasenflächen (B- und C-Platz) statt Kunststoff- Korkgranulat zu verwenden. Das bereits bestellte und produzierte Kunststoffgranula müsse vertragsgemäß abgenommen werden. Auch die Stahlkonstruktion der Tribüne habe weitere Kosten verursacht. Zum einen habe man sich aus Gründen der besseren Haltbarkeit für eine Verzinkung entschieden, zum anderen musste die statische Genehmigungsplanung neu vergeben werden.

Der belastete Boden als Kostentreiber


Mit über 300.000 zusätzlichen Euro schlägt die Entsorgung belasteter Böden zu Buche. Das Bodenmaterial sei stark inhomogen, höher belastet als erwartet und auch mit sehr unterschiedlichen Stoffen belastet gewesen (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe sowie Sulfat, Blei und Zink). In der Konsequenz müssten nach aktuellem Stand weitere 8.000 Tonnen Boden der entsorgt werden. Außerdem müssten am Okerufer Befestigungsarbeiten durchgeführt werden, da zukünftig eine Nutzung bis in die äußersten Randbereiche des Sportgeländes vorgesehen ist.

Es drohen Schadensersatzforderungen


Bei der Entscheidung sei Eile geboten, da ansonsten Schadensersatzforderungen von Bietern in Höhe des entgangenen Gewinns drohten, sofern beispielsweise die bereits submittierten Fassadenarbeiten nicht bis zum Ende der bereits zweimalig verlängerten Bindefrist beauftragt werden. "Jede Verzögerung der Entscheidung würde mittlerweile unmittelbar zu negativen Auswirkungen auf den Bauverlauf und auf die Kostensituation führen"; so die Begründung des Antrags. Der finanzielle Mehrbedarf soll durch die nicht in Anspruch genommene Verpflichtungsermächtigung für eine Hochwasserschutzmaßnahme an der Altenau gedeckt werden.

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