Explosion in Wolfenbüttel: Leichnam unter Trümmern gefunden

Bei den Abräumarbeiten nach der Hausexplosion in Wolfenbüttel haben Einsatzkräfte nun einen Leichnam entdeckt.

von


Das Reihenhaus im Schöppenstedter Stieg ist nur noch Schutt und Asche. Der Bewohner wurde vermisst.
Das Reihenhaus im Schöppenstedter Stieg ist nur noch Schutt und Asche. Der Bewohner wurde vermisst. | Foto: Matthias Kettling

Wolfenbüttel. Knapp zwei Wochen nach der verheerenden Explosion in einem Reihenhaus im Schöppenstedter Stieg herrscht nun offenbar traurige Gewissheit: Bei den weiteren Arbeiten an der Unglücksstelle wurde am Montag ein Leichnam entdeckt.



Nachdem die aufwendigen Stütz- und Sicherungsmaßnahmen des Technischen Hilfswerks (THW) abgeschlossen werden konnten, begann ein Bagger am Mittwochmorgen damit, die Trümmer des vollständig eingestürzten Hauses vorsichtig abzutragen. Dabei kam schließlich ein menschlicher Körper zum Vorschein. Der Leichnam wurde durch einen Bestatter geborgen, berichtet ein Reporter vor Ort.

Obduktion könnte Gewissheit schaffen


Der Leichnam wurde durch einen Bestatter geborgen
Der Leichnam wurde durch einen Bestatter geborgen Foto: aktuell24/bm


Polizei und Staatsanwaltschaft bestätigten am Mittag, dass beim Abtragen der Trümmerteile ein Leichnam aufgefunden und geborgen wurde. Es werde geprüft, ob eine Obduktion zur Identifizierung des Leichnams erforderlich ist. Aktuell könne nicht gesagt werden, ob es sich bei dem Leichnam um den 83-jährigen Hausbewohner handelt. Ein Gutachter wird den Schadensort hinsichtlich der Explosionsursache nochmals in Augenschein nehmen. Nun können weitere Ermittlungen hinsichtlich der Explosions- und Brandursache aufgenommen werden. Die Polizei hatte Leichenspürhunde am Schadensort eingesetzt. Diese hatten einen Bereich in den Trümmern lokalisiert.


Die Explosion hatte das Reihenhaus am 7. November vollständig zerstört und mehrere angrenzende Gebäude schwer beschädigt. Drei Menschen wurden verletzt, zahlreiche Anwohner mussten evakuiert werden. Die Ermittlungen zur Ursache der Detonation dauern an.

Themen zu diesem Artikel


Polizei