Förderung für Forschungsprojekt der HAB


Herzog August Bibliothek. Symbolfoto: Archiv
Herzog August Bibliothek. Symbolfoto: Archiv | Foto: Max Förster

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Wolfenbüttel. Die Landesregierung hat im Förderprogramm „PRO*Niedersachsen“ insgesamt 2,79 Millionen Euro für 18 neue Forschungsvorhaben aus dem Bereich Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften bewilligt. Unterstützt werden vor allem Vorhaben, die sich fach- und institutionenübergreifend mit niedersächsischen Themen befassen. Zu den geförderten Projekten gehört auch das bereits seit Januar 2016 laufende Forschungsprojekt „Ornament und Instrument: Funktionsgeschichte einer frühneuzeitlichen Universitätsbibliothek am Beispiel Helmstedt (1576-1810)“ an der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel.

Die Universität Helmstedt verfügte über eine der größten und wertvollsten Universitätsbibliotheken des Reiches. Vor allem durch Nachlässe und Schenkungen – darunter 1614 die gesamte ältere Wolfenbütteler Fürstenbibliothek – entstand eine heterogene Sammlung, die durch Zimelien und Raritäten geprägt ist. Anhand dieses zum großen Teil in der HAB erhaltenen Bestands fragt das Forschungsprojekt nach der Verortung frühneuzeitlicher Universitätsbibliotheken zwischen Literaturversorgung und musealer Sammlung. Es stellt die Bibliothek in den Kontext der reich erforschten frühneuzeitlichen Kunst-, Naturalien- und Preziosensammlungen. Zugleich trägt es durch die Einbeziehung von professoralen „Privatbibliotheken“ der Bedeutung dieser Sammlungen für die Literaturversorgung an frühneuzeitlichen Universitäten Rechnung.

Das Projekt kann sich auf umfangreiche Vorarbeiten an der Herzog August Bibliothek stützen. Im Rahmen des Projekts „Wissensproduktion an der Universität Helmstedt“ entstanden einschlägige Forschungen zur Geschichte der Universität sowie ein Internetportal, das eine große Bandbreite an Quellen zum Lehrbetrieb zugänglich macht: