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Gewalt gegen Behördenmitarbeiter – auch in Wolfenbüttel

von Robert Braumann


Symbolfoto: Archiv Foto: Archiv

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11.02.2017

Wolfenbüttel/Cuxhaven. Im Landkreis Cuxhaven wurde kürzlich auf einen Veterinär geschossen. Anlässlich des Zwischenfalls hat der Landkreis Stade auf die zunehmende Aggression gegen Behördenmitarbeiter hingewiesen. Auch im Landkreis Wolfenbüttel kennt man die Probleme.


"Der Eindruck in manchen Ämtern ist der, dass es in den letzten Jahren eine relative Zunahme von aggressivem Verhalten von Bürgerinnen und Bürgern gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landkreises gibt", teilte Andree Wilhelm, Landkreis Wolfenbüttel, Referat Steuerung und Öffentlichkeitsarbeit, mit. Aggressives Verhalten gegenüber Mitarbeitenden des Landkreises käme vereinzelt vor, sei aber nicht die Regel, sondern die Ausnahme. "Wenn ein solches Verhalten vorliegt handelt es sich in den meisten Fällen um verbale Angriffe, die allerdings genauso unangemessen wie belastend sind", so Wilhelm. Zudem müsse man auch vereinzelte, körperliche Übergriffe auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landkreises feststellen. "Diese wurden und werden der Polizei konsequent gemeldet", erklärt er weiter. Gibt es Bereiche die besonders betroffen sind? "Das ist abhängig davon, ob es viel oder wenig Publikumsverkehr gibt, und wie stark sich die Entscheidungen des Landkreises auf die Einwohnerin oder den Einwohner auswirken", so Wilhelm.

Eigensicherung für die Mitarbeiter


Den Angestellten werde einmal jährlich ein Eigensicherheitstraining (und zuzüglich einmal jährlich eine Auffrischung in diesem Bereich) angeboten. Thema des Seminars sei zum Beispiel der Umgang mit aggressiven Publikum und wie sich Angestellte diesen gegenüber verhalten sollten. Zudem werde den Angestellten auch die Eigensicherheitstrainings des Braunschweigischen Gemeinde-Unfallversicherungsverbands angeboten. Die Teilnahme an diesen Seminaren werde als Arbeitszeit verbucht. Der Landkreis Wolfenbüttel verfüge außerdem über ein Alarmsystem für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

"Der Landkreis toleriert kein aggressives Verhalten und keine Gewalt gegen seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Eine gemeinsame „Erklärung gegen Gewalt“ des Personalrats und der Verwaltung ist in Vorbereitung. Der Landkreis schließt sich dem Aufruf des Niedersächsischen Landkreistages ( NLT) an. In einer Pressemitteilung zum Vorfall im Landkreis Cuxhaven appellierte der NLT an die Bürgerinnen und Bürger zwischen den Entscheidungen der Behörde und der Person, die diese Entscheidung umsetzt, zu trennen", so Wilhelm abschließend.


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