Hackerangriff auf Fendt: Bänder in Wolfenbüttel stehen still

In der ehemaligen Maschinenfabrik Gebrüder Welger werden für Fendt normalerweise Rundballenpressen hergestellt.

von Anke Donner


Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Pixabay

Wolfenbüttel. Auf den Landmaschinen-Hersteller AGCO/Fendt hat es nach Angaben des Unternehmens einen Hackerangriff gegeben. Dies wirke sich auch auf das Fendt-Werk in Wolfenbüttel aus.


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Die Tat habe sich bereits am Donnerstag ereignet. Die AGCO selbst hatte am Freitag bekannt gegeben, dass das Unternehmen von einem Erpressungstrojaner angegriffen wurde. Man untersuche noch immer das Ausmaß des Angriffs. Es werde jedoch erwartet, dass der Geschäftsbetrieb für mehrere Tage oder möglicherweise auch länger beeinträchtigt sein werde.

300 Mitarbeiter betroffen


In der ehemaligen Maschinenfabrik Gebrüder Welger werden für Fendt normalerweise Rundballenpressen hergestellt. Doch nun werden die Bänder mindestens bis Mittwoch stillstehen. 300 Mitarbeiter sind davon betroffen, wie die Braunschweiger Zeitung erfahren haben will.

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Fendt expandiert nach Wolfenbüttel


Der Landtechnikhersteller AGCO/Fendt hatte im November verkündet, dass die Produktion und Entwicklung der Fendt Ladewagen innerhalb Deutschlands vom Standort Waldstetten an den Produktionsstandort Wolfenbüttel verlagert werde. Damit wolle man langfristig das
Angebot im Bereich Futtererntetechnik für professionelle Landwirte und Lohnunternehmer ausbauen, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Um die Kompetenz für Futtererntetechnik am bisherigen Produktionsstandort für Rundballenpressen weiter zu stärken und gleichzeitig eine höhere Kosteneffizienz zu erzielen, sollen demnach ab September 2022 auch die Fendt Ladewagen im niedersächsischen Wolfenbüttel produziert werden.


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