Heimatpfleger besuchten Landesarchiv in Wolfenbüttel


Heimatpfleger, Mitarbeiterinnen des Bildungszentrums, die Heimatbuch-Schriftleiterin Meike Buck sowie  Silke Wagener-Fimpel und Brage Bei der Wieden vor dem Archiv-Gebäude in Wolfenbüttel. Foto: Bernd-Uwe Meyer
Heimatpfleger, Mitarbeiterinnen des Bildungszentrums, die Heimatbuch-Schriftleiterin Meike Buck sowie Silke Wagener-Fimpel und Brage Bei der Wieden vor dem Archiv-Gebäude in Wolfenbüttel. Foto: Bernd-Uwe Meyer Foto: Bernd-Uwe Meyer

Wolfenbüttel. Im Landesarchiv Wolfenbüttel kamen jüngst zahlreiche Heimatpfleger zusammen. Das gemeinsame Treffen diente dem Kennenlernen, der Qualifizierung und dem Nachdenken, wie die bisher erfolgreiche Zusammenarbeit der Heimatpfleger mit dem Kreisheimatpfleger, den Archiven der Region und dem Landkreis Wolfenbüttel gut weitergeführt werden könne.


Begrüßt wurden die Heimatpfleger von Ruth Fischer, Leiterin für Kultur und Medien. Anwesend waren auch Heimatbuch-Schriftleiterin Meike Buck, Beate Kosfeld, die für den Bereich Heimatpflege zuständig ist und Sabine Flomm (Fachberatung Kultur/Außenstellen im Landkreis) vom Bildungszentrum. Besondere Grußworte galten dem Archiv-Standortleiter Dr. Brage Bei der Wieden, der stellvertretenden Leiterin Dr. Silke Wagener-Fimpel, Harald Schraepler als Sprecher der AG Heimatpflege der Braunschweigischen Landschaft und dem neuen Kreisheimatpfleger Marco Failla, der sich im Rahmen des Treffens vorstellte.

Neuer Kreisheimatpfleger stellte sich vor


Failla arbeitet an der Haupt-und Realschule Remlingen und im Braunschweigischen Landesmuseum. Er sprach sich unter anderem für eine weitere Vernetzung der Heimatpfleger aus. „Wir sollten uns alle drei Monate treffen und Ausstellungen besuchen“, empfahl der 35 Jahre alte Historiker. Für diese Anregung erhielt Failla Zustimmung. Anschließend führten Brage Bei der Wieden und Silke Wagener-Fimpel je eine Gruppe durch das Archivgebäude und erklärten viele wissenswerte Einzelheiten. Die Heimatpfleger erfuhren zum Beispiel, dass in der Regel Akten erst 30 Jahre nach ihrer Schließung eingesehen werden können.
Während des sich anschließenden Vortrages listete der Archiv-Standorleiter auf, in welchen unterschiedlichen Archiven geforscht werden könne. Dazu gehören unter anderem kirchliche Archive und solche von Parteien, Stiftungen und Verbänden. „Gemeinderatsprotokolle sind wichtige Archivdokumente“, betonte Dr. Brage Bei der Wieden. Einige Ortsheimatpfleger wiesen auf schwierige Texte wie zum Beispiel Lehnsbriefe aus dem 16. Jahrhundert hin, andere suchten nach Informationen über alte Haus- und Höferechte. „Protokollbücher aus der NS - Zeit sind kaum vorhanden“, war ebenfalls zu hören. Während der von Ruth Fischer mit Routine und Sachverstand geleiteten Diskussion, gab sie einige Anregungen: „Manche Themen sind schwierig. Kann ein Arbeitskreis helfen?“

Heimatpfleger leisten tolle Arbeit


Während der ausführlichen Gesprächsrunde wurde verdeutlicht, dass nicht „alles in das Landesarchiv kommen“ kann. Was erarbeitet wurde, muss allerdings erhalten bleiben. Nicht immer würden die Heimatpfleger von Verwaltungsfachleuten und politischen Vertretern die nötige Wertschätzung bekommen. Allgemein wurde mehr Wertschätzung gewünscht, zumal Heimatpfleger häufig viel und brauchbare Arbeit im Stillen leisten würden. Harald Schraepler von der Braunschweigischen Landschaft erwähnte: „Die politische Anerkennung ist sehr different. Die Anerkennung der Heimatpfleger-Arbeit ist jedoch sehr wichtig.“ Ruth Fischer brachte es auf den Punkt: „Heimatpfleger leisten eine tolle Arbeit.“


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