Wolfenbüttel. In der KuBa-Halle schien die Zeit gestern für zwei Stunden stillzustehen, denn die AC/DC-Tribute-Band Black Rosie hat das Publikum mit ihrer rockigen Bühnenshow elektrisiert. Black Rosie spielte nicht einfach Songs — die Band erzählte Geschichten von Rebellion, Freundschaft und purem Rock‑Glück.
Vom ersten Akkord an war spürbar: im Publikum trafen sich Menschen, die Musik nicht nur hören, sondern fühlen wollten. Die Menge war kein anonymes Meer, sondern eine Einheit, die atmete, jubelte und mitsang. Zwischen den Liedern entstanden kleine, echte Augenblicke — ein gemeinsames Lachen nach einem gespielten Solo, ein kollektives Aufatmen bei einer vertrauten Melodie. Diese Nähe machte den Abend persönlich, auch wenn es wild und laut zuging. Black Rosie spielte mit einer Mischung aus Respekt vor dem Original und eigener Wucht. Die Sängerin führte durch das Programm wie eine Erzählerin, deren Stimme rau und verletzlich zugleich war.

Black Rosie spielte nicht einfach Songs — die Band erzählte Geschichten von Rebellion, Freundschaft und purem Rock‑Glück. Foto: Stefan Stümpel
Mehr als eine Tribute-Show
Die Gitarren rissen auf, als wollten sie alte Wunden heilen; das Schlagzeug pochte wie ein Herz, das nicht aufhören wollte zu schlagen. Es ging weniger um Perfektion um der Perfektion willen als um die Ehrlichkeit des Spiels, die berührte und mitriss. Black Rosie schenkte an diesem Abend mehr als eine Tribute‑Show: sie schenkte ein Gefühl. Für viele war es eine Rückkehr zu vertrauten Songs, für andere die Entdeckung, wie lebendig Rock heute noch klingen kann.


