Hier soll der nächste Kunstrasenplatz der Stadt entstehen

Wenn der Rat der Stadt zustimmt, könnte es ganz schnell gehen. Die Verwaltung will den Bau noch in diesem Jahr fertigstellen lassen.

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In Wolfenbüttel soll ein neuer Kunstrasenplatz entstehen (Archivbild).
In Wolfenbüttel soll ein neuer Kunstrasenplatz entstehen (Archivbild). | Foto: Robert Braumann

Wolfenbüttel. Zur Ausstattung einer modernen Sportanlage zählt heutzutage, dass sie über einen Kunstrasenplatz verfügt. Nur so können die Fußballer der Region regelmäßig und zuverlässig auch in den Herbst- und Wintermonaten trainieren und Punktspiele durchführen. In Wolfenbüttel verfügen drei Anlagen über ein solches künstliches Geläuf. Jetzt soll ein vierter Platz dazukommen.



Der Kunstrasenplatz des BV Germania Wolfenbüttel an der Schweigerstraße zählt bereits zu den alten Hasen seiner Zunft, auch im Meesche-Sportpark gibt es seit dem großen Umbau 2020 einen B-Platz mit Kunstrasen. Zuletzt wurde auch der B-Platz des MTV Salzdahlum an der Braunschweiger Straße entsprechend aufgerüstet und im Sommer 2023 offiziell eröffnet. Schon damals hatte die Stadtverwaltung angekündigt, dass auch im Westen Wolfenbüttels ein weiteres künstliches Geläuf auf einer Sportanlage entstehen soll. Nun könnte dafür die letzte Hürde im Rat der Stadt genommen werden.

1,5 Millionen Euro für den Umbau im Oker-Stadion


In der nächsten Sitzung stimmen die Ratsmitglieder über einen Beschlussvorschlag ab, der vorsieht, den B-Platz – derzeit noch ein Ascheplatz – des ESV Wolfenbüttel im Oker-Stadion an der Langen Straße in einen Kunstrasenplatz umzubauen. Kostenpunkt: 1,5 Millionen Euro. Dabei rechnet die Stadt aber auch mit einem Zuschuss über 700.000 Euro aus einem Förderprogramm des Landes. Weitere 200.000 Euro kämen dazu, die für den Bau eines Kunstrasenplatzes in Adersheim vorgesehen waren, wo die Verwaltung inzwischen aber mit einer kleineren Lösung plant.

Beim Bau des neuen Platzes im Okerstadion soll ausschließlich mit Sand verfüllt werden. Es werden also keine Kunststoff-Partikel genutzt. Insgesamt soll der Platz beim ESV mit dem des MTV Salzdahlum vergleichbar sein. Dieser habe von Nutzern eine durchgehend positive Bewertung erhalten, erklärt die Verwaltung.

Bau könnte noch dieses Jahr fertiggestellt werden


Die Weichen sind gestellt, der Rat stimmt in seiner nächsten Sitzung am 18. März ab. Sollte das Votum positiv ausfallen, soll die Ausschreibung für die Baumaßnahmen zeitnah erfolgen. Ziel sei es, noch in diesem Jahr den neuen Platz fertigzustellen. Dann wären die Kicker des ESV sportlich gesehen ein wenig unter Zugzwang: Derzeit spielt die erste Herrenmannschaft noch in der 2. Kreisklasse, hat den möglichen Aufstieg aber noch vor Augen: Zum Rückrundenstart steht das Team auf Tabellenplatz 2 seiner Staffel.

Ebenfalls im Rat auf der Tagesordnung unter einem separaten Punkt steht der Austausch des Kunstrasens beim BV Germania. Der älteste Kunstrasenbelag im Stadtgebiet – 2012 fertiggestellt – ist bereits etwas in die Jahre gekommen und verschlissen. Die Maßnahme werde 310.000 Euro kosten.

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