Hort "Oker Kids" schließt: So geht es mit der Kinderbetreuung weiter

Mit der Schließung des Horts "Oker-Kids" suchen Verwaltung und Politik nach Lösungen für die Betreuung der Kinder.

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Symbolfoto.
Symbolfoto. | Foto: Anke Donner

Schladen. Der Ausschuss für Schule, Jugend, Senioren, Sport und Integration berät über eine neue Lösung zur Betreuung von Hortkindern ab dem 1. August 2026. Hintergrund ist die Schließung des Horts "Oker-Kids" zum Ende des Kindergartenjahres 2025/2026. Die Gemeindeverwaltung hat dazu eine Alternative erarbeitet, die nun politisch beraten werden soll.



Kern des Vorschlags ist die Betreuung von Hortkindern in altersübergreifenden Gruppen in der Kindertagesstätte Inselweg. Nach Angaben der Verwaltung habe das Regionale Landesamt für Schule und Bildung die dafür notwendige Betriebserlaubnis bereits in Aussicht gestellt. Ab dem 1. August 2026 könnten dort voraussichtlich bis zu 20 Hortkinder in zwei Gruppen aufgenommen werden.

Ausreichend Platz vorhanden


Die Kinder sollen festen altersübergreifenden Stammgruppen angehören, sich im Rahmen eines offenen Konzepts jedoch frei in der Einrichtung bewegen können. Die Kindertagesstätte Inselweg verfüge über großzügige Räumlichkeiten, darunter einen Bewegungsflur, zwei Gruppenräume, zwei Hochebenen – unter anderem mit einer Bücherei und einem Bewegungsraum – sowie ein Atelier. Da die Einrichtung derzeit nur bis 14 Uhr geöffnet ist und diese Betreuungszeit nur von wenigen Kindern genutzt wird, geht die Verwaltung davon aus, dass Hortkinder am Nachmittag ausreichend Rückzugsmöglichkeiten haben werden.

Mit Beginn des neuen Kita-Jahres soll die derzeitige Hortleitung die Leitung der Kindertagesstätte Inselweg übernehmen. Die bisherige Leitung scheidet altersbedingt aus. Zudem sei vorgesehen, Mitarbeiter des bisherigen Horts Oker-Kids ebenfalls in der Kita Inselweg einzusetzen.

Betreuungszeiten sollen ausgeweitet werden


Geplant sei, die Betreuungszeit in der Kindertagesstätte Inselweg bis 16 Uhr auszuweiten. Alternativ bestehe weiterhin die Möglichkeit, in der Kindertagesstätte Im Winkel eine Hortbetreuung bis 17 Uhr in Anspruch zu nehmen. Da die Ausweitung der Betreuungszeiten zusätzliche Kosten verursacht, sollen die Gebühren für beide Betreuungsvarianten identisch sein.

Die Eltern der derzeit betreuten Hortkinder sollen im Zuge der Kündigung einen Rückmeldebogen erhalten, auf dem sie angeben können, ob sie eine Betreuung in der Kita Inselweg oder in der Kita Im Winkel wünschen. Übersteigt die Nachfrage die Kapazitäten der Kita Inselweg, soll ein Losverfahren entscheiden. Dieses könnte – bei Zustimmung aller Eltern – im Rahmen eines Elternabends transparent durchgeführt werden. Der Bedarf an einem Hortplatz ist durch eine Arbeitgeberbescheinigung nachzuweisen.

Die Betreuung in altersübergreifenden Gruppen sei ausschließlich für die Jahrgänge 2 bis 4 vorgesehen. Der erste Jahrgang werde ab dem Schuljahr 2026/2027 durch den gesetzlichen Ganztagsanspruch abgedeckt. Mit der schrittweisen Ausweitung dieses Rechtsanspruchs soll die Hortbetreuung perspektivisch eingestellt werden.

Eltern vorab nicht eingebunden


Vertreter der Politik haben sich bei einem Vor-Ort-Termin ein Bild von der Kindertagesstätte Inselweg gemacht und hätten die vorgeschlagene Lösung nach Angaben der Verwaltung positiv bewertet.

Eine frühzeitige Einbindung der Elternschaft in die Konzeptentwicklung sei laut Gemeindeverwaltung aufgrund personeller Engpässe nicht möglich gewesen. Bei einzelnen Terminen im Zusammenhang mit der Umsetzung des Ganztagsrechtsanspruchs sollen Elternvertreter der Kita Im Winkel und des Horts Oker-Kids jedoch einbezogen werden.

Zwei Vorschläge


Die Gemeindeverwaltung schlägt zwei Möglichkeiten für die politische Entscheidung vor. Entweder wird der vorliegenden Ausarbeitung zur Hortbetreuung in der Kita Im Winkel in der vorgeschlagenen Form zugestimmt, oder der endgültige Beschluss wird während der Sitzung erarbeitet. Der Ausschuss wird am 29. Januar beraten und eine Empfehlung aussprechen.

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