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Immer mehr Coronaparties? Das sagt die Polizei



Immer mehr Coronaparties? Das sagt die Polizei

Am vergangenen Wochenende häufte sich die Zahl der Meldungen über aufgelöste Coronaparties. Doch steigt ihre Zahl wirklich?

von Niklas Eppert


Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Anke Donner

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Region. Gefühlt steigt die Zahl der aufgelösten Coronaparties in der Region seit Wochen. Aber ist das wirklich so? Die Polizei jedenfalls kann das nicht genau sagen. Gesonderte Statistiken werden hierzu nicht geführt. Im Grunde unterscheide sich das Vorgehen bei Ruhestörungen nicht zur Zeit vor der Pandemie. Man sei auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen.



In den vergangenen Wochen kam es immer wieder zu Meldungen, dass größere Feiern von der Polizei aufgelöst werden mussten. So kam es erst am Wochenende dazu, dass sich in Schöppenstedt eine größere Gruppe entgegen der derzeit geltenden Vorschriften in einer Wohnung aufhielt. Die Polizei musste hier eingreifen.

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Grundsätzlich, erklärt ein Pressesprecher der Polizeidirektion Braunschweig auf Nachfrage von regionalHeute.de, führe man keine dezidierten Statistiken zu sogenannten "Coronaparties". Von daher sei es schwer einen Trend für die letzten Wochen und Monate festzustellen. Entsprechend sei auch keine Bevölkerungsgruppe als Hauptübeltäter zu erkennen: Ob vor allem junge oder alte Leute, Stadt- oder Landbewohner gegen das Kontaktverbot verstießen, wisse man also nicht.

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Ihr Vorgehen habe die Polizei auch nicht wirklich geändert, es unterscheide sich kaum vom "normalen" Umgang mit Ruhestörungen. Es sei nicht so, dass die Polizei proaktiv nach illegalen Partys suche. Viel mehr wären die Beamten auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen, um Maßnahmen ergreifen zu können. Es sei nicht so, dass Streifen proaktiv auf der Suche nach Verstößen gegen das Kontaktverbot seien oder gar an Türen klopften. Für die Polizei, so der Sprecher weiter, zählten nach wie vor Augenmaß und der eigene Infektionsschutz.


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