Ingrid Schulz strickt „was das Zeug hält!“


Auf dem Foto Ingrid Schulz mit ihrem neusten, in Lila gestrickten Plaid für einen Rollstuhlfahrer. Foto: resch-Hoppstock
Auf dem Foto Ingrid Schulz mit ihrem neusten, in Lila gestrickten Plaid für einen Rollstuhlfahrer. Foto: resch-Hoppstock Foto: resch Hoppstock

Wolfenbüttel. Eine besondere Form des ehrenamtlichen Engagements hat die Wolfenbüttelerin Ingrid Schulz für sich entdeckt: sie strickt zuhause Plaids für Rollstuhlfahrer.


Von persönlichen Schicksalsschlägen in den letzten Jahren betroffen, suchte sie zur Verarbeitung und Ablenkung eine Beschäftigung für ihre Hände, um auf andere Gedanken zu kommen. Da sie früher schon gehandarbeitet hatte und Wollreste vorhanden waren, strickte sie daraus beim Fernsehen kurzerhand die erste Decke.

Durch den jahrelangen Kontakt zur AWO (Ehemann Manfred war lange Ortsvereinsvorstandmitglied) und zur Seniorenbetreuung Schloss Schliestedt sowie aufgrund familiärer Erfahrungen war ihr die besondere Bedarfslage von Rollstuhlfahrern dabei bekannt. Die Decke hatte auf Anhieb die richtige Größe, um sie über die Knie zu legen, ohne dass sie auf dem Boden schleift. Inzwischen sind alle Wollreste verbraucht und Ingrid Schulz kauft ganze Knäule in verschiedenen Farben dazu, um die bunten Plaids für Rollstuhlfahrer herstellen zu können. Insbesondere davon profitiert haben einige Bewohner*innen der Seniorenbetreuung Schloss Schliestedt, die die schützenden Decken auch in den Sommermonaten gern über den Knien liegen haben und sich auf diesem Wege herzlich dafür bei Ingrid Schulz bedanken möchten.


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