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Harter Lockdown kommt ab Mittwoch

Bundeskanzlerin und Ministerpräsidenten haben beim Corona-Gipfel weitere Maßnahmen beschlossen.

Drohen weitere Schließungen? Es wird offenbar darüber nachgedacht, Kitas und Schulen zu schließen. Auch Teile des Handels sollen schließen.
Drohen weitere Schließungen? Es wird offenbar darüber nachgedacht, Kitas und Schulen zu schließen. Auch Teile des Handels sollen schließen. Foto: Sandra Zecchino/Archiv

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13.12.2020

Region. Am heutigen Sonntagvormittag haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten noch einmal über die Coronalage und weitere Maßnahmen beraten. Schon ab dem kommenden Mittwoch wird ein härterer Lockdown in Kraft treten.



Aktualisiert:
Nach nur kurzer Beratung haben sich Bund und Länder auf verschärfte Maßnahmen und einen harten Lockdown geeinigt. Ab dem kommenden Mittwoch werden weitere Geschäfte geschlossen - Läden für den täglichen Bedarf wie Lebensmittelläden bleiben geöffnet, ebenso sollen Schulen und Kitas geschlossen werden und der Präsenzunterricht ausgesetzt werden. Kinder sollen, wann immer es möglich ist, zu Hause betreut werden. Zudem wird der Verkauf von Pyrotechnik an Silvester verboten und ein An-und Versammlungsverbot an Silvetser und Neujahr verhängt. Gottesdienste sollen nur unter strengen Auflagen möglich sein. Zudem soll es regelmäßige verpflichtende Testungen für Alten- und Pflegeheimen geben. Das Ganze soll bereits am kommenden Mittwoch in Kraft treten und bis zum 10. Januar gelten.

Die steigenden Coronazahlen hätten keinen anderen Entschluss zugelassen. „Wir sind zum Handeln gezwungen“, so Merkel Ziel sei es, die Inzidenz weiter runterzufahren, so Merkel und appelliert weiter an die Bevölkerung, sich an die Regelungen zu halten und Kontakte weiter einzuschränken.

Was bedeutet der Lockdown?


• Ab dem kommenden Mittwoch werden weitere Geschäfte geschlossen. Dazu gehören Dienstleistungsbetriebe beispielsweise Friseure,
Kosmetikstudios. Massagepraxen oder Tattoostudios.
• Geöffnet bleibt der Einzelhandel, der Waren für den täglichen Bedarf anbietet.
• Kein Verzehr von Speisen und Getränken in der Öffentlichkeit


• Verkauf außer Haus weiter möglich
• An Weihnachten dürfen weitere vier Personen aus dem engsten Familienkreis eingeladen werden
• Die Sonderregelung für Silvester wurde zurückgenommen, hier wird an der bisherigen Regelung festgehalten – also 5 Personen
• Verkaufsverbot von Feuerwerk ab Mittwoch
• An-und Versammlungsverbot an Silvester und Neujahr
• Schulen und Kitas werden geschlossen
• Notfallbetreuung soll eingerichtet werden
• Verpflichtende Testung mehrmals in der Woche in Pflege-und Altenheimen sowie bei den mobilen Pflegediensten
• Arbeitgeber sollen Homeoffice oder Betriebsferien anbieten
• Gottesdienste nur unter strengen Auflagen


Das Robert Koch-Institut meldet für den heutigen Sonntag 84.771 Coronafälle in Niedersachsen, 836 mehr, als am Vortag. Diese steigenden Zahlen sind es, die der Kanzlerin und den Ministerpräsidenten Sorgen bereiten. Bereits am Donnerstag hat man angekündigt, die Maßnahmen weiter zu verschärfen und sogar den Einzelhandel teilweise wieder zu schließen. Am gestrigen Samstag sind bereits weitere Maßnahmen in Kraft getreten. Die Lockerungen in der Kontaktbeschränkung an Silvester wurden zurückgenommen.

Zur Stunde berät die Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten über die weiteren Maßnamen. Überlegt werde, Teile der Geschäfte, wie Friseure und Kosmetikstudios zu schließen. Außerdem wird in Betracht gezogen, doch ein Verkaufsverbot für Feuerwerkskörper zu verhängen. Eine weitere Maßnahme soll sein, den verpflichtenden Präsenzunterricht an Schulen einzustellen oder Schulen und Kitas ganz zu schließen. Zudem soll es an Silvester und Neujahr ein "An-und Versammlungsverbot" geben.





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