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Landkreis importiert Gülle aus dem Westen

von Robert Braumann


In Zukunft kommt der Dünger im Landkreis aus dem Westen. Symbolfoto: Pixabay Foto: Pixabay

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16.02.2017

Wolfenbüttel. Mit dem Frühjahr beginnen die Landwirte wieder ihre Felder zu düngen - dabei wird auch auf Gülle und Mist zurückgegriffen, in diesem Jahr ändert sich im Landkreis aber etwas grundlegend - der Naturdünger wird aus dem Westen Niedersachsens geliefert.


Wolfgang Ehrecke, Pressereferent, Landwirtschaftskammer Niedersachsen, erklärte gegenüber regionalHeute.de: "Angesichts anhaltend hoher Nährstoffüberschüsse in vielen Regionen Niedersachsens, in denen zahlreiche Tiere gehalten werden, verstärken Landesregierung und Landwirtschaftskammer ihre Anstrengungen, das Problem der Überdüngung und Nitratbelastung von Böden und Grundwasser zu minimieren. Ziel ist es, künstlichen Mineraldünger einzusparen und die Nitratbelastung zu reduzieren."

Was soll konkret umgesetzt werden? "Mit dem Projekt „Wirtschaftsdüngermanagement Niedersachsen“ von Landwirtschafts- und Umweltministerium sowie Landwirtschaftskammer sollen geschlossene Nährstoffkreisläufe in der Landwirtschaft gefördert und die Abgabe von Wirtschaftsdünger aus den Überschussregionen im Westen Niedersachsens an vieharme Gebiete - wie etwa den Landkreis Wolfenbüttel - besser kontrolliert werden. Zum Projekt gehört auch der Aufbau eines Zertifizierungssystems für die gesamte Logistikschiene im Bereich Wirtschaftsdünger – also insbesondere für Gülle-Transporte und Gülle-Börsen – durch die NährstoffManagement Niedersachsen eG (NMN eG) unter Mitwirkung des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV). Auf diese Weise sollen künftig zugelassene Transporteure nach einheitlichen Standards arbeiten und die Überwachung transparenter werden. Das Land fördert das dreijährige Projekt mit rund 900.000 Euro." Zudem seien auch Runde Tische geplant, diemit regionalen Akteuren auf Kreisebene begleitet werden, so Kornelia Vogt, Pressestelle, Landkreis Wolfenbüttel. Das Pilotprojekt solle zudem auch wissenschaftlich begleitet werden. So könnten auch Erkenntnisse darüber gewonnen werden, ob Kunst- oder Naturdünger besser für die Umwelt ist. Auf verschiedenen Höfen unter anderem in Lucklum, Ampleben und Evessen wird das Pilotprojekt umgesetzt.


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