Lesung: Lessing - Liebhaber der Theologie


Symbolfoto: Archiv
Symbolfoto: Archiv Foto: Sina Rühland

Wolfenbüttel. In der Reihe »Lessing im Landkreis« wird dieses Jahr eine Fortsetzung angeboten mit dem Schwerpunktthema Lessing - Liebhaber der Theologie. Dies teilt die Lessing-Akademie mit.


Wie verblüffend aktuell die Werke des Dichters, Gelehrten und Bibliothekars Gotthold Ephraim Lessing auch heute noch sind, das bringen Schauspielerin Susanne Maierhöfer und Helmut Berthold, Geschäftsführer der Lessing-Akademie in Wolfenbüttel, im Rahmen einer Lesung zu Gehör. Am Donnerstag, 26. April, lesen sie ab 19 Uhr in der Gutskirche des Rittergutes Lucklum ausgewählte Texte des großen deutschen Autoren, dessen Name und Lebenszeit in besonderer Weise die Epoche der Aufklärung verkörpern.

„Viele, in ihrer Aussage sehr unterschiedliche Texte Lessings (1729-1781) spiegeln das Nachdenken über religiöse Fragen wider: Gedichte, Schauspiele und Essays. Zu ihren Themen zählen Toleranz und Vorurteil, Orthodoxie und Neologie, religiöse und historische Wahrheit, Buchstabe und Geist“, erklärt Helmut Berthold. Theologische Fragen haben Lessing, den Sohn eines protestantischen Pfarrers, und sein Werk kontinuierlich und von Beginn an begleitet. Das zeigt sich vor allem in frühen Komödien wie Der Freygeist und in seinen ›Rettungen‹ vermeintlicher Ketzer und natürlich in der großen theologischen Kontroverse seiner letzten Jahre, dem sogenannten Fragmentenstreit. An dessen Ende stand Nathan der Weise, ein Plädoyer für Toleranz in Glaubensfragen.

„Wir freuen uns sehr, dass die Lesung der Lessing-Akademie zum Thema Toleranz hier auf unserem Rittergut stattfindet, denn Lucklum bietet mit der ehemaligen Deutschordenskommende eine wechselvolle, historische Folie für solch eine Veranstaltung“, betont Geschäftsführer Helmut Gockel. Der Deutsche Ritterorden, der im Zuge der Kreuzzüge im Heiligen Land entstand, residierte in Lucklum über 500 Jahre.

Interessante Bezüge und herausfordernde Themen, die sicher im Anschluss an die Lesung zu einer spannenden Diskussion einladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.


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