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LKA warnt: Betrüger mit alter Masche erschreckend erfolgreich


Eine Masche, bei der die Gewinner zum Erhalt ihres ersehnten Preises in Vorleistung gehen sollen, ist deutlich erfolgreicher als der "Enkeltrick" Symbolfoto: Pixabay

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15.12.2019

Hannover. "Sie haben gewonnen!" Wer freut sich nicht, das zu hören. Die schon in den Jahren 2012 bis 2014 erfolgreiche Masche "Gewinnversprechen" stand nach bundesweiten Präventionskampangnen im Schatten der "Falschen Polizeibeamten" und dem "Enkeltrick". Das aktuelle Lagebild Call-Center-Betrug mittels Gewinnversprechen lässt jedoch deutlich erkennen, dass der Modus Operandi wieder zugenommen hat. Auffällig ist vor allem die Erfolgsquote der Täter, welche mit 923 Taten im Jahr 2019 bei 26 Prozent liegt. Das Landeskriminalamt Niedersachsen (LKA) berichtet in einer Pressemitteilung.


Im Jahr 2018 seien es 585 Taten mit einer Erfolgsquote von 32,14 Prozent gewesen. Die Schadenssumme belaufe sich im Jahr 2018 auf 597.798 Euro, im Jahr 2019 (Stand 15. November) auf 530.865 Euro. Zum Vergleich: Die Erfolgsquote für "Falsche Polizeibeamte" liegt im Jahr 2019 bei 1,2 Prozent und beim "Enkeltrick" bei 6,6 Prozent. Bei allen drei Phänomenen lässt sich feststellen, dass die Täter mehr Anläufe, mehr Anrufe und somit mehr Versuchstaten benötigen, um ihr Vorhaben zu vollenden.

Es gibt keine Gewinne


Das Versprechen angeblich hoher Gewinne ist eine Masche, die Betrüger in den unterschiedlichsten Varianten anwenden. Die Methode ist immer die gleiche: Vor einer Gewinnübergabe werden die Opfer dazu aufgefordert, eine Gegenleistung zu erbringen, zum Beispiel "Gebühren" zu bezahlen, kostenpflichtige Telefonnummern anzurufen oder an Veranstaltungen teilzunehmen, auf denen minderwertige Ware zu überhöhten Preisen angeboten wird. Die Täter drängen die Geschädigten zu einer Überweisung von Beträgen in unterschiedlicher Höhe oder sie werden zum Erwerb von Gutscheinkarten oder Gutscheincodes aufgefordert.

Meistens enden die Gespräche mit dem Hinweis: "Sie hören von uns". Doch darauf wartet der vermeintliche Gewinner vergeblich. Wer hinter den Briefen oder Anrufen steckt, ist schwer feststellbar, denn häufig benutzen die Betrüger falsche Telefonnummern, Straßen- und Ortsangaben.

Weitere Informationen sowie Präventionsmaterialien zum Phänomen finden Sie auf der Homepage der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.


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