Wolfenbüttel. Die Stadtverwaltung plant eine grundhafte Sanierung des Spielplatzes im Aueweg. Das geht aus einer Vorlage hervor, über die der Rat der Stadt am 18. März entscheiden soll.
Die Maßnahme sei laut Verwaltung dringend notwendig, da die Gestaltung der Anlage noch aus den 1980er Jahren stammt und ein Großteil der Spielgeräte bereits im Jahr 2020 aufgrund mangelnder Verkehrssicherheit abgebaut werden musste. Aktuell bietet der Platz neben einer Schaukel und einer Federwippe kaum noch Anreize für Kinder.
So soll der Spielplatz werden
Das neue Konzept sieht eine moderne Umgestaltung vor, die den Spielplatz in einen inklusiven Treffpunkt für alle Generationen verwandelt. Im Zentrum der Planung steht ein befestigter Sammelplatz, um den sich verschiedene Aktivitätsbereiche zum Klettern, Rutschen, Schaukeln und Sandspielen gruppieren. Besonders hervorzuheben ist der Fokus auf die Barrierefreiheit: Eine großzügige Kletterlandschaft sowie ein Kreisel wurden speziell für Kinder mit Gehbeeinträchtigungen konzipiert. Um eine uneingeschränkte Nutzung mit dem Rollstuhl zu ermöglichen, wird in diesen Bereichen ein spezieller Kunststoff-Fallschutz verlegt und die neue Sitzgruppe barrierefrei gestaltet. Auch an Kinder mit Sehbehinderungen wurde gedacht; sie profitieren künftig von einer kontrastreichen Farbgestaltung der Geräte und einem optischen Leitsystem im Bodenbelag.
Weniger Asphalt
Neben dem Spielwert spiele der Umweltschutz eine zentrale Rolle bei der Neugestaltung. Die Stadt plant, die bisher dominierende Asphaltfläche von rund 380 Quadratmetern massiv zu reduzieren und insgesamt etwa 320 Quadratmeter Bodenfläche zu entsiegeln. Um den Spielplatz auch an heißen Tagen attraktiv zu halten, werden acht neue, klimaresiliente Bäume gepflanzt, die künftig für natürlichen Schatten und ein besseres Mikroklima sorgen sollen.
Baubeginn im Sommer
Das gesamte Projekt ist mit einem Budget von 210.000 Euro veranschlagt, wobei die jährlichen Folgekosten für die Unterhaltung auf rund 11.100 Euro geschätzt werden. Wenn der Rat der Vorlage zustimmt, soll das Vergabeverfahren bereits unmittelbar nach dem Beschluss starten. Die Bauarbeiten könnten dann im Sommer beginnen, sodass die Kinder im Aueweg voraussichtlich schon im Herbst 2026 auf ihrem runderneuerten Platz spielen können.

