Wolfenbüttel. „Kontakt zu Ämtern und Behörden gestaltet sich oftmals schwierig und Anschreiben zu verstehen oder Anträge auszufüllen stellt für manch einen eine große Herausforderung dar“, erklärt Matthias Bosse von der Stadt Wolfenbüttel. Nun steht Personen, die Hilfe bei der selbstständigen Orientierung im Urwald der Bürokratie benötigen eine Beratungsstelle zur Verfügung, wie die Stadt Wolfenbüttel in einer Presseinformation mitteilt.
Bosse arbeitet in der Stabsstelle für Integration, die Zugewanderten verschiedenster Herkunft erklärt, was man dabei beachten muss, wie das Leben in Deutschland funktioniert und eben auch bei Schriftverkehr und Anträgen unterstützt. Neben der Hauptstelle im Rosenwall 1 und der Wohnanlage „Am Schützenplatz“ haben Personen, insbesondere aus der Ahlumer Siedlung, ab dem 11. Juni nun auch die Möglichkeit, im Stadtteiltreff „Die Ulme“, Ulmenweg 2b, Hilfe dieser Art zu bekommen. Hier bietet die Stadt Wolfenbüttel als Gast der WoBau und des Landkreises Wolfenbüttel dann montags in der Zeit von 14 bis 16 Uhr und dienstags sowie freitags jeweils in der Zeit von 10 bis 12 Uhr, Migrations- und Sozialberatung an.
Langfristiges Ziel ist Selbstständigkeit
„Durch die Mitarbeit von Integrationshelfern können wir Beratungen in mehreren Sprachen durchführen und Schriftstücke können auch in anderen Sprachen erklärt werden. So ist es zum Beispiel möglich, nicht nur gemeinsam ein Formular auszufüllen, sondern auch dafür zu sorgen, dass die beratene Person ganz versteht, was sie letztendlich unterschreibt“, so Bosse. „Ziel ist es, langfristig zu ermöglichen, dass der Schriftverkehr ganz eigenständig durchgeführt werden kann. Für manche ist das ein langer Weg!“
Während der Sprechstunden ist eine Übersetzung ins Arabische, Kurdische, Englische und Französische möglich.

