Museum öffnet zur Nacht der Kulturen


Das Museum Wolfenbüttel lädt in der Kulturnacht zu Lesungen und Glasaktionen ein. Foto: Anke Donner
Das Museum Wolfenbüttel lädt in der Kulturnacht zu Lesungen und Glasaktionen ein. Foto: Anke Donner Foto: Anke Donner

Wolfenbüttel. Im Rahmen der Wolfenbütteler Kulturnacht öffnet das Museum Wolfenbüttel am Samstag, 16. September, seine Pforten im Schloss Museum und Bürger Museum. Zwischen 18 und 22 Uhr finden im Schloss Museum Kurzführungen zur Sonderausstellung „Kostbarkeiten aus Sand und Asche und Aktionen zum Thema Glas statt.


Die über die Region Braunschweig hinaus große Aufmerksamkeit gefundene und über einen Zeitraum von sechs Monaten gezeigte Ausstellung zur Geschichte der 1744 gegründeten Glasmanufaktur endet einen Tag später. Die Dauerausstellung des Bürger Museums ist bei der Kulturnacht ebenfalls vier Stunden lang geöffnet. Auf der Empore des Bürger Museums lesen nacheinander Personen aus ausgewählten Stadtbeschreibungen, Reiseführern, Stadtchroniken und autobiografischen Erzählungen und Darstellungen, die in den vergangenen Jahrzehnten über Wolfenbüttel entstanden sind – und zum Teil bisher wenig Beachtung gefunden haben.

„In dieser Zusammenstellung und Vielzahl konnten wir die Kunstwerke und Alltagsgläser der Glasmanufaktur Schorborn erstmalig der Öffentlichkeit präsentieren. Die Sonderausstellung, die zu 90 Prozent aus Exponaten aus Privatbesitz bestand, hat uns gezeigt, dass wir als Museum und die mit größter Leidenschaft agierenden Sammlergruppe um Prof. Dr. Matthias Heintzen sehr erfolgreich zusammenarbeiten“, zog Dr. Sandra Donner, Leiterin des Museums Wolfenbüttel, ein positives Fazit über die im Schloss Museum gezeigte Ausstellung. 6500 Besucher gingen durch die Ausstellung, 17 Führungen haben stattgefunden. Auch aus den Beständen des Braunschweigischen Landesmuseum, des Städtischen Museums Braunschweig und des Herzog Anton Ulrich Museums wurden Schorborner Gläser präsentiert. Deutschlandweit Beachtung fand die Ausstellung durch die Expertentagung des „Westfälischen Glasforums“ im Schloss Wolfenbüttel Ende April 2017. Am Internationalen Museumstag im Mai diesen Jahres schätzten die Experten mitgebrachte Gläser, Wolfgang Straub aus dem Bayrischen Wald fertigte Glasgravuren an.

Dr. Sandra Donner: „Die Forschungsgruppe Schorborn hat die Geschichte der Glasmanufaktur zum ersten Mal und mit allergrößtem Engagement aufgearbeitet. Wir hatten so die Möglichkeit, weitere Seiten des merkantilistisch regierenden Herzog Carl I. und seine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Politik zu skizzieren.“

Bei der Kulturnacht im Schloss Museum erwartet die Besucher am Samstag ein besonderes Hörerlebnis durch ein Konzert für Kristallglasharfe: Die Glasharfenistin Susanne Würmell aus Hannover bringt mit ihren Fingern 43 Kristallgläser zum Klingen. Dabei reicht ihr Repertoire von Originalkompositionen aus dem 18. Jahrhundert bis zu populären Musikstücken. Darüber hinaus erfährt der Besucher Interessantes über ein fast vergessenes Instrument.

Der Kunstglasbläsermeister Andreas Tresselt aus Lauscha / Thüringen demonstriert die Fertigung von kunstvollen Glasartikeln aus Glasstäben und Glasröhren. Lauscher ist das Zentrum der Glasmacherkunst in Deutschland. Kugeln, Gläser und weitere von ihm gefertigte Glaswerke können käuflich erworben werden.


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